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Wegmarke Irland abgehakt - jetzt kommt Portugal - Preise steigen

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem Irland am vergangenen Wochenende über das Bankensystem fiel und 85 Mrd. von primär deutschen Steuerzahlern erhalten wird, bittet man bereits Portugal darum, auch unter den Europäischen „Rettungsschirm“ zu treten. Bundesbank-Chef Axel Weber erachtet den Fonds als groß genug, und wenn er es nicht sein sollte, werden die Eurostaaten weitere Mittel zur Verfügung stellen. Das „Wall Street Journal“ hatte bereits aus internen Quellen berichtet, dass eine Verdopplung des Fonds diskutiert wird.

Die Transferunion wird seit dem vergangenen Wochenende offiziell über die Medien propagiert und den Bürgern als einzige Lösung verkauft. Es sei eine Frage von Krieg und Frieden und der Austritt wäre auch für die wirtschaftlich starken Länder Selbstmord. Diese Argumente sind natürlich völliger Schwachsinn. Einige aufgeweckte und vorausschauende Bürger besonnen sich und tauschten in dieser Woche vermehrt ihre immer schneller an Wert verlierenden Euros in Edelmetalle, um sich gegen die kommende Hochinflationsphase und die damit eintretende Enteignung durch den Staat zu wappnen. Die Stimmen, welche die Etablierung eines automatischen Mechanismus für künftige Finanzmarktturbulenzen fordern, mehren sich. Das bedeutet einfach nur, dass man alle gesetzlichen Schranken und demokratischen Hindernisse beseitigen will, um künftig schnell und unkompliziert neues Geld drucken zu können. Das Problem war, ist und bleibt die Neuschöpfung von Geld aus dem Nichts, mit all seinen einhergehenden destruktiven Nebenwirkungen, die es vermögen, Wirtschaftsgefüge, die über Jahrhunderte entstanden, zu zerstören. Dass dem so ist, sieht man sehr schön daran, dass ein an sich gesundes Land wie Irland wegen billigen Zirkulationskredit, nun eine zweite Bad Bank schaffen muss, um den unhaltbaren ökonomischen Status quo zu sichern.

Auch die aktuellen Zahlen zu den Geldmengenaggregaten der Europäischen Währungsunion zeigen deutlich, wohin der Weg geht. Die Geldmenge M1 wuchs mit 4,9 % zum Vorjahr und auch die Geldmenge M3 konnte weiter mit 1,1 % wachsen. Die Importpreise in der Bundesrepublik stiegen, im gleichen Zeitraum, um 9,2% an. Auch die Erzeugerpreise stiegen im Oktober zum Vorjahr um 4,3%.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Verbraucherpreise zum Ende des kommenden Jahres bereits mit zweistelligen Raten wachsen, wodurch die Inflationsdynamik aus Kreditausfällen und der Schaffung neuen Zentralbankgeldes an Geschwindigkeit zunehmen wird!

COT Daten

Die Daten zeigen noch einmal deutlich, dass die Kursverluste in der Vorwoche definitiv durch den Abbau von Positionen an den Terminmärkten verursacht wurden, welche teilweise durch dortige Marginerhöhungen begründbar sind. Während der Anstieg nachhaltig war, sind für den Rückgang die spekulativen Kräfte verantwortlich. Bei allen Edelmetallen, mit Ausnahme von Platin, sind die Zeichen für weitere Anstiege positiv. Besonders stabil und nachhaltig scheint der starke Preisanstieg bei Silber zu sein.

Die Schwäche des Euro wurde mit einer Halbierung der Long-Positionen erkauft. Der Euro konnte sich somit weiter gut behaupten. Letztlich bleibt wieder nur zu sagen, dass die relativ hohen Positionen der Spekulanten in den Edelmetallen einen weiteren Anstieg der Preise grundsätzlich nicht stützen, aufgrund der fortgeschrittenen Marktphase aber auch nicht im Weg stehen. Der leichte Rückgang der Long-Positionen der vergangenen Monate im Silber bei gleichzeitig gestiegenen Preisen ist sogar extrem positiv zu werten. Lediglich Platin zeigt schon seit längerer Zeit eine relative Schwäche, weshalb die Preisentwicklung im Vergleich zu den anderen Edelmetallen erst einmal unterproportional sein sollte.

© Markus Blaschzok
Dipl. Betriebswirt (FH), CFTe

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » Pro Aurum