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Silber – die Zeit der physischen Manipulation hat begonnen!

Freitag, 28. Oktober 2011, 21:00
Seit geraumer Zeit tauchen immer mehr Fälschungen im Edelmetallsektor auf. Bei Gold hörte

man die ersten Meldungen schon vor Jahren wo Wolframbarren in Form von aufwändigem chemischem Prozess vergoldet wurden. Diese konnte man von einem Originalen nicht unterscheiden, da der Metallüberzug (die Vergoldung) so dick aufgetragen wurde, dass man ohne Probleme den Prägestempel in die Vergoldung vertiefen konnte ohne den Wolframkern zum Vorschein zu bringen. Wolfram hat übrigens eine Dichte von 19,3g/cm⊃3; und liegt Gold mit 19,32g/cm⊃3; fast Punkt genau auf der Spur.

Jetzt wo sich die Edelmetallpreise auf einem anderen Level bewegen, wird das Geschäft auch mit dem kleinen Bruder des Goldes immer mehr interessant. Auf der größten Handelsplattform im Internet, konnte man die ersten Unzen (die einen kleinen Aufdruck „Copy“ trugen) kaufen. Mittlerweile tauchen immer mehr Münzen auf die nicht einmal diesen Aufdruck „Copy“ mehr haben. Nach kurzer Recherche im Netz, kann man diese Münzen die unter den Namen „Souvenir“ laufen, auch wählen wie der Metallkern gewünscht sei. Ob Zink Legierung, Messing oder Kupfer so kann auch die Motivewahl aller Handelsüblichen Unzen frei gewählt werden. Würde mich interessieren, ob dieses ohne rechtliche Probleme (auch wenn man bekannt gibt, dass der Kern ein anderer Rohstoff ist) einfach so erzeugt werden darf.

Aus eigenem Interesse habe ich mir mal den Philharmoniker in Silber der im Europäischen Raum die meistverbreitete Münze ist, unter die Lupe genommen. Diese Münze hat einen Außendurchmesser von 37,0mm und eine Wandstärke von 3,2mm. Beim genaueren hinsehen, entsteht die Wandstärke von 3,2mm nur deswegen, weil das prägen des Motivs (vorne und hinten) mit erhöhten Druck stattfindet und somit das überschüssige Material vom Münzenrohling (der laut rechnerischem 2,893mm hat) sich am Rand der Unze auftürmt. Da in der Praxis die Unze mehr als 31,104g hat (nach mehrmaligen verschiedenen Messen 31,2 - 31,3g), kommt man bei Silber (das eine Dichte von 10,5g hat) auf eine Rohlingswandstärke von 2,9mm.

Bürofreund

Zum besseren Vergleich habe ich Rohlinge mit denselben Maßen angefertigt und auf eine Briefwaage gelegt. Zum einen ein Rohling aus Niro- Stahl, zum anderen einen Rohling aus Messing. Je nach Zusammensetzung bewegt sich die Dichte des rostfreien Stahls in einem Bereich von 7,9 – 8,0g/cm⊃3;. Bei Messing ist diese von 8,41 – 8,86g/cm⊃3;. Wenn auf der Hand nicht sofort erkennbar, so zeigt die Waage doch eine klare Sprache.

links = Rostfreier Stahl ; rechts = Messing

Darum für den Laien:

Wenn auch aus jetziger Sicht diese Methode ausreichend sein wird, so wird es sicher heute schon einige geben die mit steigendem Silberpreis auch an der Dichte des Silbers basteln werden und somit die Fälschungen noch präziser erscheinen zu lassen.

Beste Grüße wünscht euch
Johann Miedler

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