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China und Europa – die Handelspartner

von Miriam Kraus

Allerdings ist das keine unnatürliche Entwicklung, bedenkt man wie wichtig beide Wirtschaftsräume füreinander sind. Wie ich vor einigen Monaten schon schrieb, sind die am stärksten wachsenden Handelsbeziehungen zwischen Europa und den Emerging Markets und hier vor allem China zu finden. Mittlerweile ist die EU Chinas größter Handelspartner und China der zweitgrößte Exportmarkt der EU.
China hat also durchaus ein strategisches Interesse an einem stabilen Wirtschaftsraum Europa. Ist das eine Verfehlung? Nein, das glaube ich nicht...
Und China hat ein ganz eigennütziges Interesse daran, dass seine Euro-Investments nicht den Bach runtergehen. Ist das etwas schlimm? Nein, das glaube ich auch nicht...
China will also helfen, aber China hat auch Erwartungen. Chinas Handelsminister Chen Deming sähe beispielsweise gerne "Europas Konsens in der Schuldenkrise" und ..."praktisches Handeln". Nun...wer sähe das nicht gerne?!

Weihnachtsgeschenk? Eher ein Geschenk für 2011!
Die Äußerungen seitens der chinesischen Politiker vermochten es heute erwartungsgemäß allerdings nur kurzfristig den Euro ein wenig zu puschen, denn auf der anderen Seite stehen die US-amerikanischen Rating-Agenturen mittlerweile ja bald täglich bereit, um den einen oder anderen europäischen Staat abzustrafen. Wie beispielsweise Moody's, die letzte Woche bereits Irland um 5 Stufen nach unten gedrückt haben, Spanien offiziell auf dem Prüfstand haben und heute (welch gutes Timing... ;-)) Portugals Kreditwürdigkeit in Zweifel zogen.
Aber ich sage Ihnen was: Chinas Vertrauensbeweis-Äußerungen könnten sich dennoch als ein gutes Weihnachtsgeschenk entpuppen, welches sich aber erst im kommenden Jahr entfalten würde - natürlich nur, sofern sie denn auch wahr gemacht werden.
Aktuell ist der Euro nämlich eher auf der Verkaufen-Seite zu finden und ich denke, dass eine Menge Händler auch mit einer Euro-Short-Position ins kommende Jahr starten werden. Doch...wenn Chinas und allgemein das asiatische Engagement (oder sagen wir es ganz konkret: die Unterstützung) in Europa im kommenden Jahr bestehen bleibt und sogar verstärkt wird, dann wird man keine Euro-Short-Position mehr halten wollen.

So long liebe Leser....man sagt ja im Allgemeinen: die Freundschaft hört beim Geld auf...doch lustigerweise kann die europäisch-chinesische Freundschaft just an diesem Punkt beginnen und sich damit im Nachhinein als deutlich nachhaltiger erweisen....denn was Europa jetzt braucht ist ein Freund, der Vertrauen beweist und unsere Schulden kauft....was Europa (und im Übrigen auch China) dagegen nicht brauchen kann, ist ein Freund, der sich zum Beispiel mit Forderungen, die darauf abzielen seine eigenen Handelsdefizite durch die Begrenzung der Überschüsse der anderen ausgleichen zu wollen, durchaus die Frage gefallen lassen müsste, was für eine Art Freundschaft das überhaupt ist...(ja, ich gebs zu, diese Forderung hat mich doch sehr getroffen, obwohl das ja mal eine sehr ehrliche Forderung einer US-Regierung war...doch die braucht's ja gar nicht, schließlich sorgt u.a. die FED für viel Geld im Markt, das fröhlich u.a. die Rohstoffpreise anhebt und am Ende die US-Importe sinken lässt - was will man mehr?!).....doch sei's drum, genug für heute....morgen lesen wir uns wieder, doch zuvor möchte ich Ihnen noch einen schönen Abend wünschen...liebe Grüße..

Ihre Miriam Kraus

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de