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Bakterien im Blutstrom?

von Bill Bonner

Das amerikanische "Finanz-System" beinhaltet immer noch Hypotheken im Volumen von Hunderten Milliarden Dollar, die wahrscheinlich nicht zurückgezahlt werden. Wer wird diese Verluste erleiden?
Die Regierung hat bereits eins klar gemacht - die großen Banken werden diese Verluste nicht tragen. Es gab soviel Geld und Kredite für die Banken, und es wurde so getan, als ob alles ok sei. Die Fed selbst hat schon sehr viel faule Hypotheken" gekauft; sie hat die jetzt in ihrer Bilanz und listet die als Aktiva". Und die US-Regierung hat die unverantwortlichsten Hypothekengeber verstaatlicht: Fannie Mae und Freddie Mac. Und jetzt übernehmen die amerikanischen Steuerzahler die Verluste - selbst wenn sie nie ein Haus gekauft haben...und niemals einen Cent am Immobilienmarkt investiert haben.
Und ich spreche hier nur über den Wohn-Immobilienmarkt. Nicht über die gewerblichen Immobilien. Zusammen ist das Problem riesig...und es ist immer noch da...

Wenn die Immobilienpreise fallen - fast sicher, wenn dieses ganze Inventar auf den Markt kommt -, dann wird wahrscheinlich jede dritte Hypothek unter Wasser" gehen, d.h. das Volumen der Hypothek wird den Marktwert überschreiten. Das bedeutet dann Millionen neue Zwangsversteigerungen, weitere Verkäufe...
So tun als ob. Vielleicht wird das Problem vorübergehen. Oder vielleicht wird die Situation so konfus werden, dass niemand mehr weiß, wem er was vorwerfen soll oder was er denken soll!
Ben Bernanke hofft das erste, und setzt auf das letzte. Zumindest ein Politiker wollte von ihm wissen: Wenn Sie so smart sind, wie konnte es dann sein, dass sie uns sagten, die subprime-Krise könnte eingegrenzt werden? Wie kann es sein, dass sie keine Ahnung zu haben schienen, was vor sich ging, oder was zu tun war?"

Der ehemalige Professor sagte in vielen Worten: Nun...ok...wir lagen mit den subprimes falsch...aber wir haben auch einige Signale verpasst. Aber Sie können der Fed vertrauen, dass wir ab jetzt die Finanzindustrie regulieren werden. Kein Problem."
Bernanke beschrieb dann, wie seiner Ansicht nach die Finanzprobleme ins System gekommen sind, und wieso es schwer wurde, sie zu kontrollieren.
Die sind wie Bakterien..." sagte er (oder so ähnlich...ich habe keine Mitschrift vor Augen. Die sind immer gefährlich. Aber man kann die kontrollieren, mit den richtigen Maßnahmen. Sobald die einmal im Blut sind, kann man aber nicht mehr viel machen. Das kann fatal sein."

Und wieder einmal sehen wir dieselbe Illusion. Korrekturen" sind Aliens, die bekämpft und geschlagen werden können...Krankheiten, die kontrolliert und geheilt werden können...Probleme, die korrigiert werden können.
Bernanke versteht nicht die einfachsten und simpelsten Dinge, wenn es um eine Volkswirtschaft geht. Er stellt sich die Fed als ein Büro zur Erhaltung der Gesundheit vor. Sie stellt sicher, dass die Küchen sauber sind. Wenn er seinen Job gut macht, so impliziert er, dann werden wir uns nie wieder Sorgen vor einer Finanzkrise machen müssen. Alles was zu tun ist: Die Banker müssen sich die Hände waschen, nachdem sie eine Hypothek vergeben haben!
Ohoh...so funktioniert das aber nicht. Das Problem war die Spekulationsblase. Die war auch durch Signale, die von der Fed kamen, entstanden. Zusammen mit anderen Umständen, welche die Fed zugegebenermaßen nicht kontrollierte.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de