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Die Sorgen sind zurück...

von Miriam Kraus

Nur die wenigsten leiden wohl unter so starken Stimmungsschwankungen wie der Markt! Wie ich allerdings immer wieder und so auch heute betonen möchte: verwunderlich ist das nicht, eher der Normalfall, auf den man sich doch eigentlich schon eingestellt haben müsste.
Doch zur Sache: schlossen die Aktienmärkte die letzte Woche noch mit einem hübschen Plus ab, so geht es heute, nachdem die Amerikaner (nach dem gestrigen Feiertag) nun wieder bei uns sind, schon wieder in den roten Bereich. Und lustigerweise nicht etwa, weil es neue Sorgen gäbe, sondern schlicht und ergreifend, weil die alten Probleme eben doch immer wieder hochkommen. Falls Sie sich gerade keine Sorgen machen, aber wissen möchten welche Sorgen gerade "in" sind, lesen Sei doch noch einmal Rohstoff Daily vom 31.08. Hier berichte ich auch von den Sorgen, die letzte Woche noch, nachdem sie ins Hintertreffen geraten waren, langweilig gewesen sind. Interessanterweise sind es nun gerade jene, die heute wieder für Unmut sorgen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte diese Sorgen keinesfalls klein reden, aber angesichts dessen, dass diese Sorgen nun schon eine geraume Zeit bestehen und keine Anstalten machen einfach in der Versenkung zu verschwinden, ist mein persönliches Überraschungspotenzial begrenzt. Nicht so offenbar bei anderen...

Sorgen um die Banken

Wie ich am 31.08. schon schrieb, hatten die so hervorragend bestandenen Stresstests dafür gesorgt, dass die Probleme der Banken ein wenig in den Hintergrund verdrängt worden waren. Nun aber melden sich die Bankenaufseher von Basel III wieder zu Wort und wollen offenbar verschärfte Eingenkapitalvorschriften einführen.
Das haut die Banker, Händler und übrigen Marktteilnehmer ebenso vom Hocker, wie ein Bericht des Wall Street Journals, der mal vorsichtig anmerkt, die Stresstests hätten womöglich nicht alle Risiken, die die Banken so in sich tragen, vollauf erfasst. Seufz! Gut, dass das jetzt geklärt ist, ich hatte mich schon gewundert, dass die europäischen Banken im Gros so gut abgeschnitten haben...(entschuldigen Sie den leichten Sarkasmus, der sich aber im Übrigen ebenso gut auf die US-Ami-Banken-Stresstests anwenden lässt).
Na ja, jedenfalls wird jetzt schon gemutmaßt, dass die 10 größten deutschen Banken wegen Basel III über 100 Miliarden Euro mehr an Kapital brauchen könnten. Tja, ja, so ist das wenn man mit Problemen konfrontiert wird, die man zuvor verdrängen wollte. Die wirken dann plötzlich umso schockierender.

Sorgen um Europa

Zeitgleich fällt den Marktteilnehmern natürlich ganz plötzlich auch wieder ein, dass es da ja noch diese halb-vergorenen Schuldenprobleme in Europa gibt. Und das obwohl die EU-Finanzminister ihren Mitgliedsstaaten künftig stärker auf die Finger schauen wollen. Na ja, ich schätze auch Barrosos Rede zur Lage der Nation, äh Union, in der er vor dem Zusammenbruch derselbigen warnt, hat nicht gerade zur Vertrauensbildung in eben jene beigetragen. Obwohl ich grundsätzlich viel davon halte, Probleme gezielt anzusprechen...
Na ja, die Reaktionen waren vorhersehbar: griechische, irische und portugiesische Bonds gaben nach, während deutsche und us-amerikanische (immer noch lustigerweise) anzogen.

Obama verpufft

Nein, nicht das Charisma des US-Präsidenten, sondern seine hehren Pläne zur Rettung der US-Konjunktur. Ich weiß zwar nicht, ob das den Demokraten bei den Kongresswahlen in 2 Monaten wirklich Pluspunkte bringt, aber irgendwer muss ja irgendwas machen. Und wenns sonst keiner tun will, dann eben die US-Regierung...
Na ja, wenigstens haben die Amerikaner endlich gemerkt, dass der Motor schlichtweg nicht anspringen will. Will man den Wagen dennoch, wenigstens im Schneckentempo, fortbewegen, muss die US-Regierung eben weiterhin anschieben. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht doch irgendwann vor Anstrengung umkippt und der Wagen den Abgrund runter rollt...
Also zu den Fakten: Obama möchte 50 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur investieren, was ich sehr löblich finde, denn das sind wenigstens nachhaltige Investitionen, die auch den Rohstoffmärkten zugute kommen. Außerdem soll es Steuererleichterungen für Unternehmen geben, was den Staat weitere 100 Milliarden US-Dollar kosten würde. Sofern der Kongress überhaupt zustimmt...und ob das dem Arbeitsmarkt wirklich zugute käme, würde man wahrscheinlich sowieso erst in 1-2 Jahren sehen.
So verpufft also der gut gemeinte Wahlkampf an europäischen Banken und Staaten...und vielleicht auch an der Realität.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de