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Überraschungen

Am Donnerstag gab es einen weiteren Einbruch des Dow um fast 200 Punkte. Gold ist um 17 Dollar gestiegen.

Was ist hier los?

Reuters berichtet: Die böse" amerikanische Rezession, wird Amerika im nächsten Jahr fester in den Griff nehmen, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen und schwache Hauspreise und Aktienkurse die Verbraucher, Finanzunternehmen und überschuldeten Unternehmen gefährden, sagte eine Prognose des Departments für Unternehmensführung der University of California am vergangenen Donnerstag."

Hinzu kommt, dass ein fortdauernder Rückgang der Preise für Güter und Dienstleistungen eine sehr reale Möglichkeit wird, die dann auch an der Wirtschaft zerren würde, heißt es im Prognosenkapitel des Berichtes."

Wo wir uns im vergangenen Jahr nur wegen einer Inflation Sorgen machen mussten, bereitet uns jetzt das sehr seltene Gegenteil Sorgen: Die Deflation", heißt es in dem Bericht. Fallende Preise könnten die Nachfrage senken und die Arbeitgeber davon abbringen, Stellen zu besetzen.

Der Rekordeinbruch des Ölpreises hat eine willkommene Entlastung für die Autofahrer im ganzen Land und effektiv eine Steuersenkung von 440 Milliarden Dollar in Form geringerer Ölimportrechnungen mit sich gebracht", heißt es in dem genau beobachtenden Bericht. Dennoch senkt der steile Sturz der Ölpreise jetzt das absolute Niveau der Verbraucherpreise und macht einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den kommenden drei Quartalen wahrscheinlich."

Die Wirtschaftsnachrichten sind schlecht", heißt es in dem Bericht. Die Rezession, die wir noch hofften, verhindern zu können, trifft uns nun mit voller Wucht."

Die Prognose der University of California geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Quartal um 4,1% zurückgehen wird und um weitere 3,4% und 0,8% im ersten und zweiten Quartal des nächsten Jahres. Denn dann werden die Verbraucher- und Unternehmensausgaben schwächer werden und der Auslandshandel, der das Wachstum in diesem Jahr noch stützen konnte, wird einbrechen."

Weil Europa und Japan bereits in einer Rezession stecken und weil Indien und China unter einem gewaltigen Wachstumsrückgang leiden, wird der Exportboom der vergangenen Jahre verschwinden", heißt es in dem Bericht." Vertun Sie sich nicht, die Weltwirtschaft befindet sich in der ersten synchronisierten Rezession seit den frühen Neunzigern."

Bis Ende 2009 wird die amerikanische Arbeitslosenquote die 8,5% erreicht haben, verglichen mit 6,7% im November, weil die Arbeitgeber in nächsten Jahr weitere zwei Millionen Stellen abbauen werden."

Heute lautet die verbreitete These: Eine Konjunkturschwäche ist schlecht... und sie wird schlimmer.

Die Titelseite von USA Today fügt hinzu: Hauspreise werden Jahrzehnte brauchen, um sich zu erholen." Endlich kommt auch die Presse dahinter!

Die Vermutungen von Wirtschaftswissenschaftlern und Analysten sind natürlich selten ihr Geld wert. Wie viele haben vorhergesehen, dass ein Einbruch der Märkte kommen würde? Nur sehr, sehr wenige. Wie viele haben vorhergesagt, dass der Ölpreis auf unter 50 Dollar fallen würde? Wer hätte vorher vermutet, dass die japanischen Aktien um 50% einbrechen würden? Und wer wäre auf die Idee gekommen, dass Warren Buffett 25 Milliarden Dollar verlieren würde? Praktisch niemand.

Den Analysten fehlt es an Vorstellungskraft. Stattdessen lesen sie nur die Tagesnachrichten... und leiten darauf ihre Schlüsse ab. Sie stellen sich vor, dass es morgen so sein wird sie heute. Häufig ist es auch so. Aber manchmal kommt es anders. Und das ist der Zeitpunkt, an dem man große Gewinne macht... oder große Verluste - es ist der Zeitpunkt, zu dem Unerwartetes passiert.

Momentan verbreiten die Analysten und Wirtschaftwissenschaftler Untergangsprognosen Aber Mr. Market schätzt keine Überraschungen. Wie wird die Überraschung aussehen? Das ist meine Vermutung: Es wird besser werden als erwartet... und auch viel schlimmer.

Vergessen Sie nicht, meine Vermutungen sind genau so viel wert, wie Sie dafür bezahlt haben; aber trotz der Rückschläge der Vergangenheit, wäre ich nicht überrascht, wenn sich die Erholung noch über mehrere Monate fortsetzen würde. Dafür gibt es keinen besonderen Grund. So funktioniert Mr. Market einfach. Die Anleger haben Angst... sie ergreifen Vorsichtsmaßnahmen. Sie verschließen ihre Geldbörsen... und stellen Fragen und lesen die Prospekte sehr sorgfältig. Mr . Market will, dass sie wieder ein bisschen lockerer werden... er will sie dazu bringen, sich zu entspannen, in ihrer Wachsamkeit nachlassen und wieder ans Licht kommen - so dass er sie vernichten kann.

Er wird bei dieser bösen Tat von der Regierung unterstützt. Eine Schlagzeile aus den gestrigen Nachrichten sagt, dass ein immer größer werdender Teil der Wirtschaft in der Hand der Regierung liegt. Wenn die Privatkunden immer zugeknöpfter werden, werden die öffentlichen Zahler immer kühner. Sie sprechen dann von einem gewaltigen öffentlichen Gesundheitssystem... neuen Straßen, Brücken, Zügen.

Mr. Market hat mich im Jahr 2008 überrascht. Er hat härter zugeschlagen, als irgendwer erwartet hätte. Welche Überraschung hat er für das Jahr 2009 vorbereitet?

Die Anleger rechnen mit einem Konjunkturrückgang. Sie haben Angst vor Pleiten, Zahlungsunfähigkeit und Deflation. Um Verluste zu vermeiden, kaufen sie Schatzpapiere. Bundesanleihen, Schatzwechsel und -papiere sollen die sichersten Anlagemöglichkeiten sein, die sie haben.

Was wäre, wenn sie sich als die gefährlichste Investition herausstellten, die man machen kann?

Es gibt für die Schatzpapiere zwei Möglichkeiten, Verluste zu machen. Die offensichtliche ist, dass der Markt für Schatzpapiere einbricht. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage wurde noch nicht abgelöst... zumindest nicht, soweit ich weiß. Es verlangt bei einer Zunahme des Angebots, dass, solange alles andere gleich bleibt, die Preise fallen werden. Es bleibt natürlich nicht alles gleich.

Und momentan scheinen die Menschen verzweifelt darum bemüht, an Bundesanleihen zu kommen, um sich selbst in dem Bärenmarkt schützen zu können, der sich auf alle Märkte ausgebreitet zu haben scheint. Aber das Angebot an Schatzpapieren wird in die Höhe schießen, wenn die Regierung immer mehr und mehr Geld für Konjunkturprogramme leiht. Und weil die Spanne zwischen Unternehmenspapieren und Bundesanleihen schon jetzt auf einem Rekordtiefstand ist, wirkt es sehr unwahrscheinlich, dass die Investoren in den kommenden Monaten noch verzweifelter sein werden. Das soll heißen, dass es unwahrscheinlich wird, dass sie die Bundesanleihen noch stärker schätzen werden als sie es heute schon tun.

Den jüngsten Schätzungen zufolge, soll das amerikanische Finanzministerium im nächsten Jahr 1,5 Billionen Dollar aufnehmen. Wird es eine Nachfrage geben, die das auffangen kann? Vermutlich nicht. Um genau zu sein, wird die Nachfrage vermutlich sogar zurückgehen. Ein Grund ist, dass auch die Menschen aus dem Ausland aus dem gleichen Grunde Geld leihen - und das in großem Stile. Sie wollen ihre eigene Wirtschaft retten. Und der andere Grund ist, dass die Amerikaner immer weniger für die Güter aus dem Ausland ausgeben - und damit weniger Geld in die Hände des Auslands bringen, das es an uns zurückverleihen könnte.

Natürlich steht die Regierung sofort mit einer Lösung des Problems bereit... und wie gewöhnlich wird diese Lösung die Sache noch schlimmer machen. Weil sie einen Rückgang der privaten Nachfrage befürchten, sprechen die Regierungsvertreter schon heute davon, dass sie 0Schatzbriefe direkt an die Zentralbank verkaufen wollen. Aber das bringt uns direkt zu der zweiten Möglichkeit für die Bundesanleihen zu fallen. Nicht nur die Anleihen selbst sind den Gesetzen von Angebot und Nachfrage unterworfen. Das Gleiche gilt auch für die Währung, in der sie ausgezeichnet werden. Je mehr Dollar es gibt, desto weniger ist jeder davon wert.

Unter normalen Umständen ist es ein Tabu für Zentralbanken, Schatzanleihen direkt zu kaufen. Die Schulden zu Geld machen", nannte man das. Damit dehnt man die Geldmenge direkt und unmittelbar aus. Während es den Markt für Schatzanleihen unterstützten würde, wenn die Zentralbank also Schatztitel kauft, würde es den Wert des Dollars selbst untergraben.

Was auch passiert... die Bundesanleihen - von denen man einmal geglaubt hat, sie seien die sicherste Anlagemöglichkeit für Geld, die es gibt - könnten sich sehr bald schon in reines Gift verwandeln.


© Bill Bonner
Dieser Beitrag wurde nicht geprüft, www.silbernews.at übernimmt keine Verantwortung für Angemessenheit oder Genauigkeit dieser Mitteilung. Quelle: Auszug aus dem Newsletters "Kapitalschutz Akte"