StartseiteAllgemeinesBeständeAnlageAnalysenNewsWissenAutorenChartsHandelForum

News:

News zu Silber

News zu Edelmetallen

News zu Minen

News zu Wirtschaft

News zu Währungen

News zu Währungen:

Währungsnews 2006

Währungsnews 2007

Währungsnews 2008

Währungsnews 2009

Währungsnews 2010

Währungsnews 2011

Allgemein:

Startseite

News (RSS)

News-Select (RSS)

Link´s

Sitemap

Kontakt

Disclaimer

Wie lange noch, bis die EZB völlig einknickt?

Mittwoch, 16. November 2011, 05:43
Während die Zonen-Politik also hoffentlich wenigstens diskutiert, bei der Beschreitung echter Lösungswege allerdings wie üblich das Tempo einer Gartenschnecke an den Tag legt und uns stattdessen mit ein paar Seitenhieben auf die Rating-Heinis (die mir allerdings - seitdem sich wenigstens mal eine getraut hatte, das Zement-Triple-A der Amis in Frage zu stellen und trotz all dem Mist, den sie in der Vergangenheit gebaut haben - inzwischen schon wieder sympathischer geworden sind...und mal ehrlich: die Abstufung europäischer Staaten dürfte doch wohl niemanden mehr überraschen...), sowie dem ewigen Verbot von Leerverkäufen (was allerdings, sollte es, anders als geplant, zu weiter sinkender Liquidität im Bond-Markt und steigenden Zinsen der Staaten führen, natürlich sofort wieder aufgehoben werden kann... :-)... ja, das nenn' ich freie Marktwirtschaft, wo der Staat alle Freiheiten hat...) ablenkt (puh, was für ein Satz...),

frage ich mich, wie lange es wohl noch dauern wird, bis die EZB völlig einknickt und sich selbst zur FED Nummer 2 macht?

Denn, angesichts der Handlungsunfähigkeit der Politik, ist es derzeit und nach wie vor, einzig und allein die EZB, welche handeln kann und es mit dem Kauf von Staatsanleihen brennender Staaten ja auch tut.

Freilich hält sie sich dabei noch zurück, im Vergleich zu anderen Notenbanken. Bislang hat sie für rund 2,7% des Zonen-BIPs Anleihen gekauft. Die FED und die Bank of England sind da weniger zimperlich und haben sich Anleihen für mindestens 18% des jeweiligen BIPs aufgeladen.

Dementsprechend können vor allem viele Amis (aber auch ne ganze Reihe anderer Ökonomen) gar nicht verstehen, weshalb wir da so zögerlich sind und uns jetzt schon die Schweißperlen auf der Stirn stehen. Warum, so fragen sich einige, betrauen wir die EZB nicht gleich mit dem Mandat der Staatenrettung, äh, Verzeihung, ich meine natürlich mit dem Ziel der Vollbeschäftigung?!

Nun ganz ehrlich, möchte ich da antworten, die Entwicklung der Kaufkraft des US-Dollar, die seit Jahren massiv sinkt, möchte ich nicht in meiner Währung sehen - außerdem sind wir keine Amis, die das Glück haben, Hüter der Weltleitwährung zu sein (noch...).

Das ist die eine Seite, der Zonen-Länder, die noch was zu verlieren haben....und auf der anderen Seite steht die Realität:

Die EZB ist unser echter EFSF

Dieses Garantiesummen-Vehikel, das einfach nicht funktioniert, wird, wenn es so weitergeht, wohl nie in der Lage sein, die Rolle der EZB zu übernehmen. Vom ESM will ich noch gar nicht sprechen, so lange er noch so deutlich in der Schwebe ist.

Also bleibt nur: die EZB!

Und weil man sich da in letzter Instanz vermutlich mehr vor einem Zusammenbruch der Zone, als vor dem Verlust der Geldwertstabilität fürchten wird, stelle ich mir die Frage, wie lange es wohl noch dauern wird, bis auch in der EZB die letzten Hemmungen verschwinden und die Hüllen fallen...

So long liebe Leser....nicht, dass die EZB mit ihren Stützungskäufen irgend etwas ändern könnte...so lange die Politik die Gretchenfrage nicht beantwortet, wird das Vertrauen immer weiter schwinden und so kann auch die EZB immer nur Heftpflaster auf die arteriellen Verletzungen kleben...liebe Grüße, bis morgen und in noch nicht gänzlich aufgegebener Hoffnung...

Ihre Miriam Kraus

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de