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Die Wirtschaftserholung wartet auf die Korrektur am Immobilienmarkt

von Bill Bonner

Was ist mit der Erholung passiert? Bei AP konnte ich lesen, dass die Verkäufe bestehender Häuser in den USA im Mai um 2,2% gefallen sind. Das signalisiert, dass der Boom an diesem Markt - welcher durch Steuervorteile hervorgerufen worden war - früher als erwartet ausläuft.
Die Zahl der Verkäufe fiel auf einen saisonal bereinigten Wert von 5,66 Millionen, so berichtete die National Association of Realtors". Analysten, die einen Anstieg erwartet hatten, drückten Bedenken aus, dass der Immobilienmarkt noch einmal richtig zusammenbricht, wenn ab Juli die Steuervorteile völlig auslaufen.
Die Zahl der Verkäufe ist gegenüber den 4,5 Millionen des Januar 2009 um 25% gestiegen. Damals war der Tiefpunkt der Rezession erreicht. Aber der Wert liegt immer noch 22% unter dem Topp von 7,25 Millionen des Septembers 2005.
Die Volkswirte waren überrascht, so die Berichte. In den USA gibt es derzeit noch 8.000 Dollar vom Staat für den Käufer eines Hauses. Und dennoch sinkt die Zahl der Hauskäufer.
Was dies über den Immobilienmarkt offenbarte, war weniger interessant als das, was es über die Volkswirte offenbarte, die nämlich offenbar völlig ahnungslos waren in Bezug auf das, was vor sich geht. Sie denken, dass die Wirtschaft sich erholt. Also warum werden nicht mehr Häuser verkauft?
Meredith Whitney: Zweifellos sehen wir beim Immobilienmarkt ein double dip".

Nun, vielleicht ist das für diese Ökonomen eine Überraschung. Und es ist sicher eine Enttäuschung für die meisten Amerikaner. Aber für mich ist es nur ein weiterer Tag in der großen Korrektur".
Es gibt immer noch Millionen Hausbesitzer, die zu viel bezahlt haben. Ihre Häuser sind weniger wert, als das, was sie bezahlt haben. Ihre Häuser sind manchmal sogar weniger wert als die Hypothek, die sie aufgenommen haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Pleite gehen...oder ihre Schulden restrukturiert werden.
Auf dem Weg zur Arbeit schaue ich CNN auf Spanisch. Ich versuche, Spanisch zu lernen. Ich habe vor ein paar Tagen gelernt, dass mehr als eine Million hispanische Amerikaner in der Gefahr sind, ihre Häuser zu verlieren. Sie haben nämlich typischerweise zu spät im Zyklus gekauft. Typisch ist auch...dass viele von ihnen in der Bauindustrie oder in der Gastronomie arbeiteten und ihren Job verloren haben.
Detroit rasiert sich selbst" heißt es in einem Bericht. Da werden Häuser abgerissen. Gute Idee. Auch in Baltimore gibt es Gegenden, die abgerissen werden sollten. Baltimore sah in den 1960ern seine besten Zeiten, als die Bevölkerung ein Topp erreicht hatte. Seitdem ging es bergab, und heute leben nur noch halb so viele Bewohner in der Stadt wie damals.

Aber die große Korrektur" hat mehr Ziele als nur den Immobilienmarkt.
Kleine Unternehmen leiden weiterhin unter der Kreditklemme", so das Wall Street Journal.
Genau das passiert in einer Korrektur. Die Banken sind widerwillig, was die Kreditvergabe betrifft. Die Banken halten lieber Cash. Das tun auch andere Unternehmen. Und auch kluge Privatleute halten Bargeld. Wenige Leute wollen sich nun selbständig machen oder Unternehmensgründer finanzieren. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass man Geld verliert, ist zu groß. Die reale Wirtschaft wächst nicht mehr; sie schrumpft.
Das bedeutet: Die Unternehmen kämpfen um Marktanteile...und sie kämpfen darum, zu überleben. Die Banken denken, dass sie ihr Geld lieber in eine sichere Sache stecken sollten - amerikanische Staatsanleihen.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de