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An der Krise führt kein Weg vorbei

20.06.2008
Gerhard Spannbauer
www.krisenvorsorge.com

Wir leben aktuell in einer relativ unsicheren Zeit und sehen uns verschiedenen
Gefahren im Zusammenhang mit der weltweiten Finanzkrise ausgesetzt. Viele
Experten und Buchautoren gehen von einem (baldigen) Zusammenbruch des
Papiergeldsystems aus. Allein die Frage des Zeitpunkts scheint offen zu sein.
Unabhängig davon läuft bei uns jedoch schon seit knapp vier Jahrzehnten ein
anderer Prozess, der früher oder später mit absoluter Sicherheit einen
Zusammenbruch auslösen wird:
Schulden im Sekundentakt –Gefahrenpotential für Jahrzehnte
Tick, Tick, Tick. Der Blick geht zur Uhr. Im Sekundentakt schwillt der Schuldenberg
Deutschlands an. Exakt 474 Euro sind es, die Deutschland sekündlich an neuen
Schulden aufnehmen muss. 1,56 Billionen sind es inzwischen insgesamt (Das sind
die offiziellen Schulden, Pensionsverpflichtungen und ähnliches sind hier nicht
berücksichtigt!). Damit ist die Staatsverschuldung der größte politische Skandal, den
die deutsche Demokratie bisher erlebt hat.
Das Ausmaß der Verschuldung Deutschlands bewegt sich mittlerweile in
unvorstellbaren Größenordnungen. Während wir 1950 noch vor einem Schuldenberg
von zehn Milliarden standen, erhebt sich heute vor uns ein riesiges Schuldengebirge
von 1,5 Billionen Euro. Jenseits von Gut und Böse bewegt sich auch die deutsche
Schuldenstandsquote, das Verhältnis vom Schulden zum Bruttoinlandsprodukt. Von
18 Prozent im Jahre 1950 ist sie auf 68 Prozent gestiegen. Da infolge natürlich auch
die Zinsverpflichtungen für die angehäuften Schulden explodieren, sind
Zinsausgaben mittlerweile zum drittgrößten Posten der Staatsausgaben avanciert.
Führende Wirtschaftsprofessoren, wie Robert von Weizsäcker, sind angesichts
dieser Zahlen zunehmend davon überzeugt, dass nicht nur ökonomische Faktoren
die Verursacher der Finanzdefizite sind. Vielmehr seien politische Faktoren von
Bedeutung, so Weizsäcker. Quelle allen Übels ist die Tatsache, dass die Regierung
einen relativ unbegrenzten Zugang zum Kreditmarkt hat. So können
Budgeteinschränkungen umgangen werden –und zwar auf einem für den Bürger
schwer zu durchschaubaren Weg. Dadurch können Wahlversprechen durchgesetzt
und Wählerstimmen gewonnen werden. Der Blick für die langfristigen Erfordernisse
der Finanzwirtschaft geht dabei jedoch vollends verloren und die Staatsverschuldung
erreicht nicht gekannte Höhen. Spinnt man den Faden weiter, könnte man die
Staatsverschuldung sogar als zusätzliche Besteuerung der Bürger beschreiben, die
einzig und allein dem Machterhalt der Herrschenden dient –für die Verschuldung
müssen ja schließlich die Bürger aufkommen.
Höhere Staatausgaben können letztlich nur über höhere Steuern finanziert werden.
Irreführend ist die Annahme, dass zusätzliche Staatsausgaben entweder durch
Kredite oder durch zusätzliche Steuern finanziert werden können. Immer und überall
müssen die Ausgaben durch Steuern finanziert werden. Die Entscheidung für Kredite
zur Finanzierung verschiebt die Steuerlast lediglich auf die kommenden Jahre, wenn
es dann gilt, die Kredite zu tilgen. Da der Zeithorizont der Regierung in der Regel
nicht bis zu diesem Punkt reicht, an dem die Kredite getilgt werden müssen, besteht
keinerlei Aussicht darauf, dass sich die Situation in nächster Zeit ändern wird. Der
Schwarze Peter wird immer wieder der nächsten Regierung zugeschoben.
Nicht zu vernachlässigen ist in dieser Hinsicht aber auch der Zeithorizont der Wähler.
Allgemein ziehen diese eine Kreditaufnahme des Staates einer Steuererhöhung vor,
da sie, ganz ähnlich den Politikern, ihren Gegenwartskonsum nicht einschränken
möchten. Dies gilt besonders dann, wenn sie damit rechnen, dass die Tilgungszeit
außerhalb ihrer eigenen Lebenszeit liegt. Hier wird nun der bisher wenig beachtete
Faktor der Überalterung der Deutschen Gesellschaft zur erdrückenden Last. Da das
durchschnittliche Lebensalter in Deutschland immer weiter steigt, also immer mehr
Deutsche in naher Zukunft am Ende ihrer Lebenszeit angelangen, wird der Hang zur
Verschuldung immer größer. Der blanke Egoismus der alternden Gesellschaft lädt
alle Zins- und Tilgungsbelastungen auf den Schultern der zahlenmäßig
unterlegenden Jugend ab.
Doch wohin sollen diese sich gegenseitig verstärkenden Effekte führen? Ein
Entkommen aus der Schuldenfalle scheint äußerst unwahrscheinlich, da die dafür
benötigten Ambitionen weder auf der Politiker- noch auf der Wählerseite erkennbar
sind. Der demografische Wandel unterstützt dies noch zusätzlich. Kurz: der Staat ist
weitestgehend paralysiert und somit handlungsunfähig. Dem demografischen
Wandel kann er kaum entgegensteuern, und wenn die Regierung Steuern anhebt,
um die Schuldensumme zu dezimieren, so beißt sie sich in den eigenen Schwanz, da
dies zu einem Stimmverlust und wahrscheinlich zu keiner zweiten Legislaturperiode
führt. Das es aber nicht so weitergehen kann, ist selbstverständlich.
Die Folgen wären schließlich katastrophal. Wenn die kommende Generation mit
einem Konzert aus Inflation, dem wahrscheinlichen Untergang des
Papiergeldsystems, sozialen Unruhen und schließlich erdrückenden Steuerlasten
empfangen wird, ist die Verarmung dieser Generation absolut sicher. Die einzelnen
Faktoren für sich sind schon unglaublich schwer aufzufangen. Treten sie im Kanon
auf, wird ein Gegensteuern seitens der Regierungen so gut wie unmöglich sein.
Weiterhin sollten wir uns die Frage stellen, wie der Staat die Steuerausfälle in der
kommenden Generation auffangen wird. Um die Zinsen zu tilgen, wird sicherlich
zuerst an Leistungen den Bürgern gegenüber gespart. Soll heißen
Sozialversicherungssystem werden im Zuge dieser Entwicklungen mit Sicherheit
umgekrempelt werden – natürlich eher zu Ungunsten der Bürger. Sollten z.B.
Arbeitslosenversicherungen ausfallen, sieht die Zukunft, für die ohnehin arg belastete
kommende Generation ganz düster aus.
Als Fazit kann man daher festhalten: Ein Crash wird kommen. Entweder kurzfristig
aufgrund der aktuellen Finanzkrise oder längerfristig wegen der oben genannten
nicht mehr finanzierbaren Verschuldung. Dies sollte jeder in seine Finanz- und
Lebensplanung mit einbeziehen und sich für eine umfassende Aufklärung im
Interesse unserer Kinder nach besten Kräften einsetzen. Weil wir dies aber wohl
kaum schaffen, ist aufgrund der düsteren Aussichten ein Verlassen des Landes eine
sich aufdrängende Alternative. Wobei sich hier die Frage stellt, wohin soll die Reise
gehen. Grundsätzlich ist mit einem gravierenden Wohlstandsverlust in der westlichen
Welt zu rechnen. Dies wird natürlich auch die Anlagewerte wie Immobilien, Aktien
etc. im Wert deutlich drücken.
Dies sind leider keine schöne Aussichten, jedoch scheint dies die harte zukünftige
Realität zu sein. Ich erarbeite derzeit verschiedene Lösungsansätze und
Vorbereitungsmaßnahmen und werde sie in den nächsten Wochen hier und auf
meiner Website veröffentlichen. Bitte schicken auch Sie mir Ihre Meinungen und
Ideen an info@krisenvorsorge.com, so dass wir miteinander gute zukunftsfähige
Lösungen finden und ausarbeiten können. Denn trotz allem brauchen und dürfen wir
nicht in Depressionen verfallen.

Gerhard Spannbauer
Ich betreibe die Seite http://www.krisenvorsorge.com und weise auf eine umfassende Krisenvorsorge
hin, die mit den Finanzen beginnt, aber auch die Bereiche persönlicher Vorsorge und Maßnahmen zur
eigenen Sicherheit umfasst.