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Gewaltige Finanzierungslücke

von Martin Weiss
Liebe Leserin, lieber Leser,
Relativ freundlich präsentierten sich die Weltbörsen in jüngster Vergangenheit. In der vergangenen Handelswoche konnte der deutsche Leitindex gut ein Prozent zulegen.
Am Freitag gelang gar eine Punktlandung auf exakt 5500 Punkte. Auch die Börse in Tokio vermeldete leichte Gewinne. Am Ende der Woche standen 10092 Yen auf der Tafel. Einzig der Dow Jones Index verlor etwas auf 10099 Punkte.

Blick auf die 5300
Für die nächsten Tage bleibt es weiter wichtig, dass der deutsche Leitindex nicht nachhaltig unter die 200-Tage-Linie (knapp über 5400 Punkte) fällt. Ansonsten wäre ein weiterer Rückgang in Richtung 5300 Punkte zu befürchten. Nach wie vor empfiehlt es sich, äußerst vorsichtig und zurückhaltend zu agieren.

Rentenmärkte im Focus
Am Rentenmarkt herrscht indes noch relative Ruhe. Die zehnjährige US-Staatsanleihe rentiert aktuell mit 3,69 Prozent, die zehnjährige deutsche Bundesanleihe mit 3,19 Prozent. Mit Blick auf die kommende Handelswoche ist es so, dass die Staaten der Eurozone Anleihen im Volumen von gut zwanzig Milliarden Euro herausgeben werden. Am Mittwoch wird die deutsche Finanzagentur (GmbH) eine neue Anleihe emittieren, und zwar eine zweijährige Bundesschatzanweisung mit einem Volumen von sieben Milliarden Euro.

Gigantisches globales Neuemissionsvolumen
Im Vergleich zum globalen Anleihe-Emissionsvolumen, das für das Jahr 2010 auf sage und schreibe 3,5 Billionen Dollar beziffert wird, wirken die sieben Milliarden Euro ja wahrlich relativ bescheiden. Fakt ist, dass kein anderes Marktsegment so viel Liquidität absorbiert wie der Rentenmarkt und in den allermeisten Depots Anleihen immer noch stark übergewichtet sind.

Gewaltige Finanzierungslücke
Nach wie vor herrscht der Trend zur Flucht in den vermeintlich sicheren Staatsanleihenhafen vor. Problematisch ist aber, dass es immer schwerer werden wird, den exorbitant hohen Kapitalbedarf der Staaten zu decken. Expertenschätzungen zufolge besteht heuer eine gravierende Finanzierungslücke in Höhe von fast 1,5 Billionen Dollar, die allen voran von den Notenbanken mit neu gedrucktem Geld" gedeckt werden muss. Gewahr dieser Problematik stellt sich die Frage, wie lang dieser Tanz auf dem Staatsanleihenvulkan noch gut gehen kann bzw. wird. Oder, anders formuliert, es wäre wahrlich verwunderlich, wenn es in 2010 weiter so relativ ruhig am Rentenmarkt bleiben würde.

Treibsatz für den Goldpreis
Natürlich stützen etwaige Verwerfungen am Staatsanleihenmarkt u.a. auch den Goldmarkt. Aktuell kostet eine Feinunze Gold 1092 Dollar. Im Fahrwasser der Griechenland- bzw. Euro-Krise kletterte der Goldpreis auf 802 Euro. In Dollar muss aber erst einmal der Widerstand um 1100 gebrochen werden, ehe es weiter nach oben gehen kann....

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de