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Die Chronik der Immobilienkrise

von Bill Bonner
Ich bin auf dem Weg in die Berge... wirklich!
Aber ich denke, dass ich Fortschritte dabei mache, zu verstehen, was hier los ist. Der Privatsektor wird entschuldet. Jetzt ist es der öffentliche Sektor, der die Schwerarbeit macht. Man nimmt Geld auf, wo man nur kann.
Die Fremdfinanzierung im Privatsektor führte zur Bankenkrise, bzw. zum Bärenmarkt in der Zeit zwischen 2007 und 2009. Schulden führen immer zu Schwierigkeiten. Der nächste in der Reihe: Die Krise im öffentlichen Sektor.

Das Ende der Krise ist noch nicht erreicht
Aber einen Augenblick noch... nicht so schnell... wir haben das Ende der Krise im Privatsektor noch nicht erreicht! Die Kreditvergabe bei den Banken geht immer noch zurück. Die Hauspreise fallen immer noch. Die Arbeitslosenzahlen steigen. Schon bald werden auch die Aktienkurse einbrechen.
Zuerst wollen wir einmal prüfen, was die Schlagzeilen bringen. In der jüngsten Vergangenheit gab es viel Presse über einen Sonderbeauftragten der Obama- Regierung und seine Bemühungen die Kompensationen bei den Unternehmen zu limitieren, die von der Regierung gerettet wurden. Die Öffentlichkeit und die Nachrichtenmedien lieben so etwas. Es ist eine Schlacht zwischen den gierigen Reichen und dem öffentlichen Interesse, zumindest glauben sie das. Die Öffentlichkeit hasst die Banker. Aber sie wollen nicht nur, dass das Gehalt gekappt wird, sie wollen, dass man ihnen das Knie kappt. Ich würde das auch gerne sehen. Oder eine öffentliche Auspeitschung. Zumindest aber eine die eine oder andere Steinigung.
Aber meine wahre Sympathie gilt den gierigen Geschäftsführern. Schließlich haben sie auf anständige und ehrliche Weise Geld gestohlen. Sie sollten es behalten dürfen. Die Regierung wollte den Finanzsektor wieder in Gang bringen, indem man den Banken Geld gegeben hat. Und wer hätte das gedacht? Die Banken haben das Geld genommen.
Ja, den Finanziers wurden unerhörte Geldmengen gezahlt - deutlich mehr als alles, was sie wert waren. Wenn man das sorgfältig geprüft hätte, dann hätte man vielleicht sogar festgestellt, dass die Nettobeteiligung an der Verbesserung der Menschheit heute negativ ist.
Die Banker wetten, dass das Geld, das sie von der Regierung erhalten haben, im nächsten Jahr weniger wert sein wird als in diesem Jahr. Also tauschen sie dieses Geld gegen alles ein, zuversichtlich, dass wenn die Zeit kommt, in der man das Geld zurückzahlen muss, es leichter sein wird als heute.
Bislang lief es gut für sie. Kupfer hat sich verdoppelt. Gold ist um 20% gestiegen. Der Aktienmarkt hat überall auf der Welt 60% zugelegt. Die ausländischen Währungen haben den Dollar auch schon geschlagen.

Wird sich die Wette gegen den Dollar auch weiterhin auszahlen?
Nun, das ist eine schwierige Frage. Wenn es so ist, dann sollten Sie sich weiterhin an Aktien, Gold und Rohstoffe halten. Wenn nicht, dann sollte man zu Bargeld übergehen.
Doch diese Frage stellt sich dem Spieler kaum. Sie spielen mit dem Geld anderer Leute. Wenn die Wetten gut laufen, dann zahlen sie sich selbst eine gewaltige Prämie aus. Und wenn es schlecht ist... nun... dann her mit der Rettung.
Langfristig werden sich Wetten gegen den Dollar fast mit Sicherheit als ordentlich erweisen. Alle Papierwährungen bewegen sich irgendwann in Richtung Null. Aber wer weiß, was kurzfristig passieren wird. Die gesamte Welt wettet gegen den Dollar. Bei einer derartig großen Verkaufsposition gegen den Dollar, sieht es Mr. Market - auch bekannt als Mr. Unruhestifter - ähnlich, den Dollar wieder nach oben zu schicken.
Aber man kann den Bankern keine Schuld geben. Sie leisten wertvolle Dienste. Sie helfen dabei, die Dummköpfe um ihr Geld zu bringen. Zu schade, dass wir Steuerzahler die Dummköpfe sind.
Unter denen, die über die hohen Prämien der Banker jammern und nörgeln, kommt kaum einer zum offensichtlichen Schluss:
Dass man zulassen sollte, dass die, die verdient haben, Pleite zu machen, auch Pleite machen.
Ich bin auch weiterhin der Ansicht", schreibt Martin Wolf ein wenig umständlich in der Financial Times, dass das einzige, was noch schlimmer ist, als das System zu retten, wäre, es nicht gerettet zu haben."
Dieser Meinung darf er gerne sein. Und wenn er sein eigenes Geld verwenden würde, um die Banker zu retten, dann hätte ich auch nichts dagegen. In diesem Fall wäre es ganz einfach nur eine vergebliche und dumme Maßnahme. Stattdessen besteht er jedoch darauf, unser Geld zu verwenden... und damit lautet der Tatbestand jetzt nicht mehr nur Dummheit sondern Diebstahl.
Eine weitere Botschaft, die mich in der vergangenen Woche erreichte, ist, dass die Realwirtschaft sich nicht bessert. Es gab aus verschiedenen Ecken gute Nachrichten. Aber die Nachrichten, um die es wirklich geht, sahen schlecht aus.
Es läuft alles schlecht. Das ist das einzige, was ich weiß", sagte John Stepek, Herausgeber der MoneyWeek. Die Leute fragen, ob wir eine Inflation oder eine Deflation haben werden. Die Bullen denken, dass es vermutlich eine Inflation sein wird. Die Bären setzen auf eine Deflation. Aber ich bin mir dabei nicht so sicher. Ich denke, dass wir vermutlich beides haben werden."
Die Sache ist die, was auch immer passieren wird, es wird von der schlechten Art sein. Weder die Inflation noch die Deflation muss notwendigerweise schlecht sein. Die Preise müssen sich anpassen. Auf diese Weise übermittelt der Markt seine Signale. Wenn die Preise steigen, dann sagen sie den Herstellern: Bewegt euch, steigert die Produktion." Wenn die Preise fallen, dann sagt der Markt, sie sollen Leute entlassen. Beim natürlichen Lauf der Dinge fallen die Preise normalerweise. Oder sie sollten fallen. Es gibt auch eine gute Inflation, wenn die Preise steigen, weil es eine höhere Nachfrage gibt. Wenn die Leute mehr Geld verdienen, dann können sie mehr Dinge kaufen. Die Preise steigen wieder.

Schlechte Inflation und schlechte Deflation
Aber wir werden es mit schlechter Inflation und mit schlechter Deflation zu tun haben. Es ist eine Folge der monetären Probleme und der Fehlwirtschaft. Und das wird insgesamt falsche Signale versenden und die Sache unvermeidlich schlimmer machen. Zuerst ist die Deflation schlecht, weil sie Folge einer massiven Entschuldung ist, die von Abschreibungen bei Schulden und Anlagewerten begleitet wird. Es ist eine Krise. Oder eine große Rezession. Oder eine gewaltige Schrumpfung. Sie dürfen es nennen wie Sie wollen. Es ist eine Deflation, bei der die Preise fallen... und das wird überhaupt nicht lustig sein."
Und dann wird es höchstwahrscheinlich auch noch die schlechte Form der Inflation geben - verursacht dadurch, dass die die Zentralbanken zu viel Geld drucken. Das ist eine schlechte Inflation, weil es einfach nur ein Anstieg der Menge des Papiergeldes ist, und kein echter Anstieg der Nachfrage."
Wir wissen nicht genau, was kommen wird. Aber was auch immer es ist, es wird schlecht sein."
Ein weiterer großer Beitrag in der Finanzpresse der vergangenen Woche war der Plan, Geld für Häuser" zu geben. Die Regierung gibt Erstkäufern von Neubauten eine Steuerermäßigung von 8.000 Dollar. Aber weil nicht all die neuen Käufer wegen des Kredits kaufen, sind die tatsächlich entstehenden Kosten, die die Regierung zu jedem Hauskauf beisteuert, deutlich höher als die acht Riesen."
Und jetzt gibt es den Vorschlag, die Kredite noch weiter auszudehnen. Bald wird man vermutlich für alles Geld vom Staat bekommen.
Das klingt verrückt, aber es gibt viele Wirtschaftwissenschaftler, die denken, dass weitere Konjunkturprogramme notwendig sind. Beispielsweise der Nobelpreisgewinner Paul Krugman. Und Richard Koo, der von mir bereits erwähnt wurde. Sie haben gesehen, was in Japan los war. Und sie erkennen, dass sich die Realwirtschaft nicht so erholt, wie sie gehofft hatten. Jetzt warnen sie, dass Amerika vielleicht auch ein "verlorenes Jahrzehnt" vor sich hat, wenn man nicht weiterhin die Wirtschaft stimuliert.
Doch wie lange muss man noch retten und stimulieren? Bis die Verbraucher fertig sind mit der Entschuldung, so sagen sie. Wie lange wird das dauern? Vielleicht noch weitere fünf Jahre, meiner Rechnung nach... vielleicht auch länger.
Doch einen Moment, sind die Schulden nicht das Problem?
Yep.
Aber die einzige Möglichkeit für die Regierung, die Wirtschaft zu stimulieren, sind doch weitere Schulden, oder?
Yep.
Und liegt das Haushaltsdefizit nicht bereits bei 1,6 Billionen Dollar... oder bei 11% des Bruttoinlandsprodukts... was höher ist als alles seit dem Zweiten Weltkrieg?
Yep.
Nun, aber wo ist dann der Nutzen? Muss nicht auch der öffentliche Sektor sich entschulden?
Bingo!
Und wie macht er das?
Es gibt zwei Möglichkeiten - ehrlich... und unehrlich. Der öffentliche Sektor kann seine Schulden abzahlen, bis auf ein Niveau, bei dem sie weiter tragbar sind, selbst wenn die Zinsen steigen sollten. Das passierte nach dem Sezessionskrieg... nach dem Zweiten Weltkrieg... und sogar während der Clinton-Jahre. Glauben Sie es, oder glauben Sie es nicht, als das Haushaltsbüro des Kongresses in Richtung 2001 blickte, sah man einen HaushaltsÜBERSCHUSS von mehr als 600 Milliarden Dollar. Überschüsse hatte es zu Zeiten der Clinton-Administration einige Jahre lang gegeben. Sie dachten, es würde auch weiterhin so laufen. Stattdessen hatte man im Jahr 2008 ein DEFIZIT von fast 500 Milliarden Dollar.
Je höher die Schulden und die Defizite, desto schwerer wird es, sie auf ehrliche Weise zu bezahlen. Irgendwann erreicht die Regierung einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt... wie der Typ... der sich so sehr verschuldet hat, dass er da nicht mehr herauskommt. Und dann kommt es zu einer weiteren Krise... entweder in Form einer Zahlungsunfähigkeit... oder in Form einer Hyperinflation... oder in Form von beidem.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de