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Schulden, nichts als Schulden...

von Michael Vaupel
*** Nach einem verlängerten Wochenende begrüße ich Sie hiermit in alter Frische zur ersten Traders Daily-Ausgabe in diesem Mai des Jahres 2009. Auf dass es ein guter Monat werde. ("Gut" möge jeder nach eigenem Wunsch definieren.)
In den USA wurde auch am 1. Mai gehandelt, da muss ich erstmal schauen, was alles so passiert ist.
Einen Gedanken der letzten Ausgabe kann ich aber auf jeden Fall aufgreifen - daran hat sich auch nach einem Handelstag mehr oder weniger nichts Grundlegendes geändert. Am Donnerstag schrieb ich:

"Da bleiben der US-Regierung nur zwei Wege (außer massiven Steuererhöhungen, welche in der derzeitigen Krise wirklich unpassend wären):
- Verschuldung im Ausland
- Das fehlende Geld einfach selber drucken

Beides nicht gerade das Gelbe vom Ei. Und beides für den Dollar bearish."

*** Dazu noch ein paar Takte.
Denn von den beiden Möglichkeiten geschieht Letzteres - seit dem 18. März 2009.
Ja, an diesem Tag wurde die Büchse der Pandora geöffnet - ich hatte im Traders Daily darauf hingewiesen. An diesem Tag verkündete die US-Notenbank, Staatsanleihen zu kaufen. Mit Geld, welches sie selber schafft. Es muss noch nicht mal gedruckt werden, es werden einfach virtuell ein paar Nullen hinter eine Eins hinzugefügt.
Im Mittelalter wurde von manchen Königen der Goldgehalt der Münzen manipuliert. Das Vorgehen der Fed ist nichts anderes - auch wenn es mit schön bzw. unverständlich klingenden Begriffen wie „quantitative easing" verschleiert wird.
Wie damals im Mittelalter die Manipulation des Goldgehaltes von Münzen letztlich deren Wert schmälerte, so wird auch die massive Erhöhung der Geldmenge zum Aufkauf von Schulden letztlich den Wert des Dollars schmälern. Davon bin ich überzeugt.
Und damit zum zweiten Punkt: Verschuldung im Ausland.
Bisher haben insbesondere Chinesen und Japaner fleißig US-Staatsanleihen gekauft.
Doch gerade die Chinesen haben zuletzt deutlich gemacht, dass Sie sich mit ihren riesigen Dollar-Reserven (auch in Form von US-Staatsanleihen) nicht wohl fühlen - wenn der Dollar fällt, werden diese Reserven schließlich weniger wert.
Die chinesische Führung hat deshalb begonnen, diese Reserven teilweise in „harte Werte" wie eben Gold zu tauschen. Erst letzten Mittwoch hatte ich berichtet, dass China auf Platz 5 der Staaten mit den größten Goldvorräten aufgestiegen ist.
Und da soll China nun für Hunderte Milliarden Dollar neue US-Staatsanleihen kaufen?
Ich bin skeptisch.

*** Bleibt der erste Punkt als "Lösung". Geld selber drucken.
Manipulation des Goldgehaltes von Münzen. Bezahlen mit Geld, das mit keinerlei Wert hinterlegt ist. Gleichzeitig bleibt die Menge an Gütern und Dienstleistungen konstant oder sinkt sogar.
Auch wenn kurzfristig eine Deflation durchaus eine gewisse Gefahr ist - sobald in den USA erstmal der Schock wegen der Finanzkrise vorüber ist, wird das neue Geld im System beginnen, die Preise nach oben zu treiben.
Und damit zum Fazit - meinem Rat: Raus aus Wertanlagen, die in Dollar notiert werden. Besser ist es, solche Beträge in etwas zu transferieren, was auf eine kommende Inflation im Preis reagieren wird. Und das sind eben in erster Linie Edelmetalle.
Oder auch Anleihen, deren Kupon von der Höhe der Inflation abhängt.
Oder auch Value-Aktien, deren Kurs bei oder unter dem Buchwert liegt. Damit beteiligen Sie sich an echten Werten, und bei einer Inflation sollte sich das in einem entsprechend steigenden Kurs widerspiegeln.
So möge es sein.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!

Michael Vaupel

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » Investor Verlag