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Multijahres-Zinstief erzielt

Am vergangenen Dienstag notierte der Zinssatz für 30jährige US-Staatsanleihen kurz-zeitig bei 3,89 Prozent und damit auf einem Niveau, das zuletzt vor genau 50 Jahren (im August 1958) erreicht wurde. Nachfolgend ein Chart der Rendite 30jähriger US-Staatsanleihen seit 1978.

Die US-Regierung und die Fed haben in diesen Tagen beschlossen, die gigantischen Verluste der Privatwirtschaft zu verstaatlichen. Insgesamt dürften die Kosten des Programms die Eine-Billion-Dollar-Grenze überschreiten. Zum Vergleich: Das Brutto-inlandsprodukt der USA beträgt etwa 14 Billionen, die Staatsverschuldung etwa 9 Billionen US-Dollar.

Der sog. "Greenspan-Put", der die Absicherung des Aktienmarktes in Crash- und Abverkaufssituationen mit Hilfe von Zinssenkungen und zur Verfügung-Stellung von Liquidität bedeutete, wird durch Paulsons und Bernankes Eingriff weit in den Schatten gestellt.

Kann eine solche Aktion gelingen, ohne einen Preis dafür zahlen zu müssen? Die Risiken sind ja nicht weg, sondern wurden lediglich von der Privatwirtschaft in die öffentliche Hand transferiert. Der plötzliche Wegfall der Risikoprämie, die auf den Aktienmärkten lastete, hilft insbesondere den Finanzunternehmen. Jetzt lastet die Risikoprämie dort, wo der Staat an den Finanzmärkten beteiligt ist: Auf den US-Anleihen und damit auch auf dem US-Dollar. Der Cash-Bedarf der Privatunternehmen verringert sich, während sich der Kapitalbedarf der öffentlichen Hand vergrößert. Marktteilnehmer, die ihr Geld in US-Treasuries anlegen, werden die Risikoprämie einfordern. Das bedeutet steigende Zinssätze über alle Laufzeiten. Gleichzeitig wird der US-Dollar durch steigende Zinsen unattraktiver. Steigende Zinsen sind für die US-Konjunktur Gift.

Damit dürfte sich der mehr als 200 Jahren geltende 30-Jahres-Zinszyklus ein weiteres Mal erfüllen.

Wir gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die lang laufenden Zinssätze der US-Staatsanleihen am vergangenen Dienstag ein 50-Jahres-Tief markiert haben, das für die kommenden Jahre (und vielleicht sogar Jahrzehnte) Bestand haben dürfte. Folgen Sie unseren Analysen in unseren täglichen Ausgaben.


© Robert Rethfeld

Dieser Beitrag wurde nicht geprüft, www.silbernews.at übernimmt keine Verantwortung für Angemessenheit oder Genauigkeit dieser Mitteilung. Quelle: www.wellenreiter-invest.de