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Die Silber-Rakete:
Laut Ausführungen von Bill Murphy (GATA-Gründer) auf der Edelmetall-Messe München:

Der Goldpreis sollte ohne Manipulationen (Drückung) zwischen $3000 und $5000/oz liegen Kritisch ist aber primär nicht das Gold, sondern Silber. Es gibt verschiedene Meldungen aus Kanada, Deutschland, Hong Kong über Knappheit von Silber-Metall für Anleger. Sehen Sie eine Übersicht über solche Meldungen auf meiner Website: http://www.hartgeld.com/aus-gold-und-silber-land.htm Wenn der Silberpreis richtig abhebt, dann zieht er den Goldpreis und die Zinsen mit. Das grösste Riskio für das US/UK-dominierte Finanzkartel ist eine Implosion der aufgetürmten Kredite und Derivate. Das würde sofort passieren, wenn die Zinsen nur um wenige Prozent steigen, oder der US-Dollar massiv abverkauft wird. Daher ist es wichtig, das auch die anderen Zentralbanken (speziell EZB und Japan) die Zinsen weiter unten halten und die Gold- und Silberpreise weiterhin gedrückt bleiben. Warum wird nicht nur der Goldpreis sondern auch der Silberpreis gedrückt? Weil historisch Silber auch Geld war, genauso wie Gold. Bruchstellen:
Dieses Konzept der Markt-Manipulation hat zwei signifikante Bruchstellen, wo früher oder später etwas passieren wird:
a) der Markt der Kredite und Kreditderivate:
Es ist bekannte Tatsache, dass der US-Immobilienmarkt derzeit wie in den 1930er Jahren zusammenbricht. Andere Märkte in Europa folgen ihm bereits. Die meisten der hier aufgenommenen Kredite wurden weiterverkauft, besonders an Hedge-Fonds (riskanteste Tranchen) und mit Unmengen von Zins-sensitiven Derivaten abgesichert. Irgendwann kommt der Abverkauf davon.
b) der Silbermarkt:
Silber ist enorm enger Markt und das Metall wird auch industriell verwendet. Ausserdem gibt es seit Jahren ein Versorgungsdefizit. Falls nur ein einiger Milliardär von 600 weltweit hier richtig einkauft, ist es mit den heutigen Preisen vorbei, dann schnellt Silber sofort auf $100/oz oder mehr. Auch hier geht geht also früher oder später „die Bombe hoch“. Sehen Sie dazu auch Ted Bultlers Kommentare auf http://www.investmentrarities.com und http://www.goldseiten.de (auf Deutsch). Wenn nur eines dieser Ereignisse eintritt, ist es mit dem System vorbei. Es kracht zusammen und der Dollar sowie die anderen Währungen werden für „Hard Assets“, also primär Gold und Silber abverkauft. Sehen Sie dazu auch den Artikel von Aubie Baltin: Why Hasn't "IT" Happened Yet? Es besteht also hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Silber-Rakete zuerst abhebt und damit das System zum Einsturz bringt. Denn wenn die derzeitige Silber-Knappheit auch auf die industriellen Verbraucher durchschlägt, dann werden diese zu horten beginnen und der Preis explodiert. Das zieht natürlich auch die Spekulanten nach. Eine solche Nachfrage wird nicht einmal das Kartell befriedigen können.
Derivaten-Implosion:
Das oben beschriebene Szenarion mit den industriellen Silber-Verbrauchern ist die Ansicht von Ted Butler. Aber die wirkliche Nachfrage wird natürlich monetär sein, also zu Geld- und Anlagezwecken. Wenn das heutige System von aufeinandergetürmten Schulden und Derivaten herunterkommt, dann spricht man vom „Derivatencrash“. Die Folgen können ruhig mit denen der Explosion einer Wasserstoff-Bombe verglichen werden, aber die Folgen sind natürlich anders. Alles bleibt stehen, alle überleben, nur die Finanz-Infrastruktur der Welt ist zerstört. Keine Bankkonten, keine Überweisungen mehr. Die Folgen kommen nachher. Man sollte nicht vergessen, dass die Welt 1998 schon am Rande einer solchen Katastrophe war, als der Hedge- Fond LTCM zusammenkrachte. Nur diesesmal ist die Spekulation ungleich höher. Der grosse Investor Warren Buffet bezeichnet die Derivate als „finanzielle Massenvernichtungs- Waffen“. Damit hat er recht.
Nicht vergessen: das Szenario kann jeden Tag beginnen.
Es gibt genügend Warnungen vor einem baldigen „Event“. Ein Aktiencrash ist dafür nicht Bedingung.
Kann sich das alles gleich in einer Hyperinflation ohne Crash entladen? Die Möglichkeit gibt es, aber sie ist recht gering. Denn in einer Hyperinflation wird auch das Bankensystem zerstört. Sehen Sie dazu auch meinen Artikel über die Hyperinflation. Aber geradezu sicher ist die Hyperinflation, wenn nach dem Kollaps die Regierungen versuchen, sich durch Gelddrucken zu retten.Cross-Defaults: Derzeit gibt es in der Welt etwa Anleihen (Bonds) für ca. $ 60 Billionen, alle mit Niedrigzinsen, ein grosser Teil auf Kredit gekauft (Yield-Carry-Trade). Dazu kommen noch ca. $ 480 Bill. an Derivaten verschiedenster Art (Nominalwert, neueste BIS-Statistik), der Grossteil davon ist von den Zinsen abhängig. Wenn die Zinsen plötzlich nur um wenige Prozent steigen, beginnt die Kette der Konkurse. Die Derivate werden dann schlagend und reissen die austellenden Banken mit, denn solche Summen kann niemand verkraften. Wenn eine grosse Bank nicht mehr liquid ist, dann kann sie ihre Überweisungen an andere Banken (Settlement) nicht mehr erfüllen, und bringt diese mit um. Es ist durchaus möglich, dass ein solches Ereignis innerhalb weniger Tage die meisten Grossbanken auf dem Globus zerstört. Realistischer sind wenige Wochen. Bitte bedenken Sie, dass in Europa fast genauso wild mit Krediten und Derivaten gezockt wird, wie in den USA. Wir haben damit real die gleichen Probleme, und wir werden „mitgehen“. Sicherer sind auf jeden Fall kleinere, regionale Banken, jedoch kommen diese später auch dran, wenn als Folge des Initialcrash die Immobilienmärkte kollabieren.
Die grosse Flucht:
Wie in einem Fiat-Money-System (Geld auf Staatsbefehl) üblich, flüchten die Investoren dann aus den Wertpapieren und der Währung in einen sicheren Hafen. Das hat sich in den letzten 15 Jahren schon mehrfach gezeigt (Skandinavien, Asien, Russland, Argentinien-Krisen). Bisher war der US-Dollar der sichere Hafen. Diesesmal ist jedoch dieser an der Reihe (verlorene Kriege, enorme Verschuldung, Handelbilanz-Defizite, etc.). Der Euro kann vielleicht initial als Auffangbecken dienen, jedoch hat dieser fast die gleichen Probleme und er ist die Gemeinschaftswährung einer heterogenen Ansammlung von Staaten. Was bleibt übrig? Natürlich Gold und Silber, die 3000 Jahre lang Geld waren. Deren Preise werden „bis zum Mond gehen“ (Doug Casey), oder gar „das Sonnensystem verlassen“, falls die Zentralbanken dann massiv Geld drucken. Rechen Sie damit, dass im einfachsten Fall der Goldpreis in kurzer Zeit auf $5000/oz oder mehr steigt und der Silberpreis auf $500/oz. Nur werden Sie diese Metalle wahrscheinlich um keinen Preis mehr bekommen, denn die „Insider“ werden sie an der Quelle (Schmelzereien, etc.) aufkaufen.
Die Abrechnung:
Ein solches Ereignis wird nicht nur einen grossen Teil des weltweiten Finanzsystems zerstören, sondern auch die Legitimität aller Eliten total untergraben. Sehen Sie auch den Artikel von Michael Brumme: Die Krise und die Folgen für die Legitimation der Eliten. Diese werden dann wahrscheinlich in einer Revolution den Haien zum Frass vorgeworfen. Ist das der Grund, warum der Kollaps so lange hinausgezögert wird und die Bush/Cheney bzw. Blair-Regierungen in ihren Ländern eine Diktatur errichten wollen?
„Zu Katastrophen kommt es immer dann, wenn der Überfluss keinen Abfluss hat.“
Albert Einstein anlässlich der 1930er Weltwirtschaftkrise

Disclaimer:
Ich möchte feststellen, dass ich kein Finanzberater bin. Dieser Artikel ist daher als völlig unverbindliche Information anzusehen und keinerlei Anlage- oder sonstige Finanzierungsempfehlung – ähnlich wie ein Zeitungsartikel. Ich verkaufe auch keine Finanzanlagen oder Kredite. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. Das gilt auch für alle Links in diesem Artikel, für deren Inhalt ebenfalls jegliche Haftung ausgeschlossen wird. Bitte wenden Sie sich für rechtlich verbindliche Empfehlungen an einen lizensierten Finanzberater oder eine Bank.
© 2006 by Walter K. Eichelburg, Reproduktion/Publikation nur mit Zustimmung des Autors.

Zum Autor:
Dipl. Ing. Walter K. Eichelburg ist unabhängiger Network-Consultant und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv auch mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel auf dem Finanz- und IT-Sektor. Er kann unter walter@eichelburg.com erreicht werden. Er ist auch Gründer des Hartgeld-Clubs Wien. Seine Firmen-Website ist: www.eichelburg.com Seine Finanz-Website ist: www.hartgeld.com