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Visible Gold: 100 Millionen Dollar sind keine Utopie

Dienstag, 27. September 2011, 13:09
Bei Visible Gold Mines (Toronto: VGD; Frankfurt: 3V4) ist man mitten in den Bohrarbeiten. In den kommenden Tagen und Wochen erwartet Vorstandschef Martin Dallaire eine Vielzahl von Daten, die den Wert der Gesellschaft deutlich verändern können. Schon jetzt arbeitet der Manager am Programm für das kommende Jahr – und er schielt mit einem Auge zu seinen Nachbarn, die bereits einen Schritt weiter sind. Im Gespräch mit der Redaktion von www.miningscout.de wagt Dallaire zugleich einen Ausblick auf anstehende Studien.

Miningscout.de: Die Liegenschaften von Visible Gold befinden sich teils in der direkten Nachbarschaft von großen, bereits bekannten Goldlagerstätten. Verschiedene Nachbarn haben jüngst große Goldfunde getätigt. Sie haben daher die Hoffnung, dass sie ebenfalls sehr erfolgreich explorieren werden?!

Martin Dallaire: Genau. Bei unseren eigenen Bohrungen haben wir zuletzt sehr, sehr interessante Beobachtungen gemacht. Die Mineralisierung bei den Bohrproben ist schon gesehen worden. Aber genaue Daten haben wir noch nicht. Alle Labors, die solche Untersuchungen durchführen, sind derzeit sehr beschäftigt. Sehr bald wollen wir aber schon nachweisen, dass die Mineralisierungen, die auf dem Areal unseres Nachbarn Richmond Mines zu finden sind, sich auch auf unser Areal hinüberziehen.

Miningscout.de: Bis zum Jahresende wollen sie bei ihren Arbeiten 40.000 Meter bohren. Ist dies nach derzeitigem Stand ein erreichbares Ziel?

Martin Dallaire: Ja, wir liegen voll im Plan. Wir müssen noch rund 10.000 Meter bohren. Insgesamt stehen für 2011 im Budget 6,5 Millionen Dollar zur Verfügung. Davon gehen 4 Millionen Dollar in die Bohrarbeiten. Für 2,5 Millionen Dollar wollen wir neue Liegenschaften erwerben, Details dazu möchte ich aber noch nicht sagen. Klar ist jedoch, dass unsere Bohrungen günstig sind. Umgerechnet kostet jeder Meter, der gebohrt wird, nur 100 Dollar. Das ist ein sehr günstiger Preis.

Zudem erhalten wir für jeden Meter, den wir bohren, eine Unterstützung von der Regierung. Diese unterstützt uns mit 0,40 Dollar pro Meter. Dieses Geld muss dann später wieder in Bohrarbeiten investiert werden. Im kommenden Jahr erhalten wir einen entsprechenden Millionenscheck von der Regierung, den wir wieder reinvestieren müssen. Das kommt dem Programm 2012 zugute.

Miningscout.de: Von den Bohrergebnissen haben sie bisher noch nicht viel gesagt. Es klingt alles aber vielversprechend. Wie gut sind die Ergebnisse?

Martin Dallaire: Schon vor einiger Zeit wir auf der Liegenschaft von Silidor 28 Löcher gebohrt. 25 Löcher haben Goldmineralisierungen beinhaltet. Wir haben aber noch nicht völlig verstanden, wie die Situation dort ist. Daher haben wir drei weitere Löcher in Auftrag gegeben, die derzeit gebohrt werden. Sobald wir diese Ergebnisse haben, möchten wir eine entsprechend aktualisierte Studie veröffentlichen.

Miningscout.de: Auf Joutel arbeiten sie mit Agnico-Eagle Mines zusammen. Wie kommt das?

Martin Dallaire: Wir sind die größte Explorationscompany in der Gegend, wir haben gute Referenzen, wir haben gute Leute, wir haben einen guten Ruf. So werden wir immer bekannter. Einer unserer Seniorgeologen, Robert Sansfacon, hat schon große Goldfunde gemacht, unter anderem einen 10 Millionen Unzen Fund vor 15 Jahren. Er hat ein genaues Auge auf jedes Projekt und ist sehr gewissenhaft.

Agnico ist sehr beschäftigt mit verschiedenen Projekten. Die Unternehmensführung hat erkannt, dass sie nicht für alles Zeit haben. In den 90iger Jahren haben sie einige Minen in der Gegend geschlossen. Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass diese Schließungen zu früh waren. Sie haben dann bei uns angeklopft und uns gefragt, ob wir ein Joint Venture starten möchten. So ist das gekommen. Man vertraut dort unseren Fähigkeiten. Schon bei unserem letzen Treffen war man sehr begeistert über die gefundenen Bohrziele. Die Bohrungen gehen von 150 Meter bis in eine Tiefe von bis zu 700 Meter.

Miningscout.de: Wäre die Mine im offenen Tagebau oder Untergrund?

Martin Dallaire: Wir würden wahrscheinlich im offenen Tagebau starten und daraus würde eine Untergrundmine entstehen.

Miningscout.de: Ist es dann das Ziel von Visible Gold, neue Goldareale zu finden und dann die Gesellschaft zu verkaufen? Oder wollen sie selber als Förderer auftreten?

Martin Dallaire: Eine der ersten Fragen von Agnico war, ob wir ein Produzent werden wollten. Unsere Antwort: Nein, wir sind gut in der Exploration, das ist derzeit unsere Arbeit. Daher sagten sie: Dann arbeitet für uns! Unser Ziel ist es also, große Goldvorkommen zu finden.

Miningscout.de: Das Klima in ihrer Gegend erlaubt ein ganzjähriges Arbeiten? Sie wollen schließlich bis in den Dezember hinein die Bohrarbeiten voranbringen.

Martin Dallaire: Das stimmt, wir stoppen nie, da gibt es keine Probleme, das Klima erlaubt das. Allerdings wird der Boden im Winter gefrieren, aber das macht einige Arbeiten sogar noch einfacher.

Miningscout.de: Für Stadacona haben sie schon eine 43-101 Studie. Diese soll weiterentwickelt werden?

Martin Dallaire: Völlig korrekt. Bisher haben wir auf Stadacona eine Schätzung von fast 200.000 Unzen Gold. Das wird wohl weiter nach oben geben, entsprechende Bohrarbeiten laufen. Wir reden vor Ort mit Landbesitzern, damit sie uns ihr Land überlassen, das soll in den kommenden Wochen zusätzliche Bohrungen ermöglichen. Im nächsten Schritt wollen wir die dortigen Schätzungen zunächst auf 400.000 Unzen erhöhen, 500.000 oder 600.000 Unzen im weiteren Verlauf schließe ich aber auch nicht aus.

Miningscout.de: Es gibt Firmen in der Umgebung, die nach möglichen Akquisitionszielen Ausschau halten?

Martin Dallaire: Ja, das stimmt.

Miningscout.de: Wie viele Leute arbeiten für Visible Gold?

Martin Dallaire: Zwischen 25 und 35 Personen.

Miningscout.de: Ich kann mir vorstellen, dass es für das Unternehmen von Vorteil ist, dass sie ein Einheimischer sind. Sie kennen die Leute, sie kennen die Gepflogenheiten und die Umgebung.

Martin Dallaire: Es geht vor allem um das Networking. Wenn man die Landwirte in der Umgebung besucht, ist es einfacher, wenn man selber von hier ist. Ich bin hier geboren, sie sind von hier. Auch die meisten unserer Angestellten kommen aus der Umgebung. Das erleichtert viele Sachen.

Miningscout.de: Bei den Behörden haben sie dadurch auch einen Vorteil?

Martin Dallaire: Unser Rekord für eine Bohrerlaubnis liegt bei 3 Stunden, die längste Wartezeit betrug 3 Wochen. Wir kennen hier jeden in der Verwaltung, und man mag es, dass wir so aktiv sind und viel Geld in die Region investieren.

Miningscout.de: Sie haben 2,5 Millionen Dollar für neue Gebiete, für neue Assets, reserviert. Sollen diese Käufe auch in ihrer Region stattfinden oder schauen sie sich anderswo um, gibt es einen Fokus auf andere Provinzen?

Martin Dallaire: Wir sind hier in einem sehr spannenden Gebiet mit vielen Minen in der Umgebung. Meine ganze Familie arbeitet in der Minenbranche. Hier gehöre ich hin, hier ist mein Arbeitsfeld. Mein Platz ist hier in der Region, ich bleibe hier und gehe nicht in die USA oder nach Mexiko.

Miningscout.de: Sie sind derzeit gut finanziert für die aktuellen Arbeiten, 6,5 Millionen Dollar liegen auf der Bank. Brauchen sie daher aktuell weitere Gelder?

Martin Dallaire: Wir benötigen derzeit keine weiteren finanziellen Mittel. Wir haben Optionen ausstehen, rund 15 Millionen zu 45 Cent. Wenn diese ausgeübt werden, bringt dies weitere fast 7 Millionen Dollar. Wir brauchen also keine neue Finanzierungsrunde.

Miningscout.de: Wie sehen die Pläne für 2012 aus, werden die Bohrungen weitergehen, wird ein Gebiet besonders im Fokus stehen?

Martin Dallaire: Schon jetzt sind fast alle Bohrziele für 2012 identifiziert, diese Arbeit haben wir bereits im Hintergrund erledigt, ohne groß darüber zu reden.

Miningscout.de: Welches Budget benötigen sie 2012 für ihre Arbeiten?

Martin Dallaire: Wir haben im laufenden Jahr noch 2,3 Millionen Dollar, die wir ausgegeben. Danach haben wir noch rund 4 Millionen Dollar auf dem Konto. Wenn die Optionen ausgeübt werden, kommen weitere fast 7 Millionen Dollar hinzu. Vom Staat erhalten wir aufgrund der Bohrungen im laufenden Jahr knapp 2 Millionen Dollar. Nach derzeitigem Stand wollen wir 2012 für Bohrungen 3 bis 5 Millionen Dollar ausgeben. Und selbst dann haben wir noch bis zu 10 Millionen Dollar auf der Bank.

Miningscout.de: Was denken sie, wie viel Gold in Silidor im Boden liegt?

Martin Dallaire: Dazu brauchen wir die Resultate aus den neuen Bohrungen. Zuletzt haben wir sehr gute Resultate an Loch 28 gesehen, daher führen wir dort nun weitere Bohrungen durch, um all dies genauer zu verstehen. Die frühere Mine auf der Liegenschaft hat 550.000 Unzen dort gefördert. Unser Ziel ist es, dort mindestens 500.000 Unzen zu finden. Mit den neuen Bohrungen wollen wir bessere Daten erzielen. Ende Oktober hoffen wir auf die Ergebnisse, das geht leider nicht schneller. Dann können wir das entsprechende Modell ausarbeiten.

Miningscout.de: Sie haben sehr erfahrene Geologen, die für sie arbeiten. Reichen diese Experten aus oder benötigen sie weitere Geologen?

Martin Dallaire: Wir haben zwei sehr gute Geologen, die für uns tätig. Ich bin ehrlich, auf dem Markt gibt es derzeit zu wenig wirklich gute Geologen. Wir arbeiten daher auch mit ausgezeichneten Technikern zusammen. Außerdem beschäftigen wir Studenten, die schon Erfahrungen haben. Diese bleiben mindestens bis Weihnachten bei uns. In dieser Zeit brauchen wir daher keine weiteren Mitarbeiter.

Miningscout.de: Derzeit werden ihre Aktien um die 40 Cent gehandelt. Welcher Kurs wäre für das Jahresende ein gutes Ziel?

Martin Dallaire: Wenn wir einen guten Markt haben und der Goldpreis zwischen 1.500 Dollar und 2.000 Dollar bleibt, wenn die Probleme mit den europäischen Schulden gelöst werden, dann kann der Kurs vor Weihnachten bis auf 0,75 Dollar oder 1,00 Dollar steigen. Vieles hängt dabei von den kommenden Bohrresultaten ab. Für 2012 ist es noch schwerer zu sagen. Falls wir gute Zahlen vorweisen, können wir eine Marktkapitalisierung von 100 Millionen Dollar erreichen, das sind dann Kurse von bis zu 2 Dollar.

Miningscout.de: Wo sehen sie den Goldpreis in den kommenden sechs Monaten?

Martin Dallaire: Persönlich denke ich, dass ein Goldpreis von 1.500 Dollar ein guter Preis ist. Bei all den Krisen, die es derzeit auf der Welt gibt, glaube ich jedoch, dass er über 1.500 Dollar bleiben wird. Die Kosten hier in der Region, um Gold zu fördern, liegen zwischen 400 Dollar und 700 Dollar. Damit ist es hier derzeit sehr wirtschaftlich, Gold zu fördern.

Miningscout.de: Die Atmosphäre am Markt ist für Visible Gold jedoch positiv?

Martin Dallaire: Kein Zweifel. Wir sind in einer guten Situation, ich bin sehr bullish, was Visible Gold angeht. Das gilt für die kommenden Monate und Jahre. Wir haben ein sehr starkes Team, wir kümmern uns um das Marketing, wir wollen mit den Investoren reden und werden deshalb bald wieder in Deutschland sein.

Miningscout.de: Vielen Dank für das Interview!

» http://www.miningscout.de

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