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Langfristausblick für Silber bleibt sehr positiv

Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Es scheint, als blieben die Edelmetallpreise in einem Hin und Her von Risikoaversion und Risikohunger gefangen, da die Märkte dem Auf und Ab der Prognosen zur Finanzkrise folgen und auch immer wieder Gewinnmitnahmen erleiden. So litten beispielsweise die Gold- und Silberpreise nachdem im Anschluss an den G-20-Gipfel Optimismus zur Lage der Weltwirtschaft aufkam und Anleger dazu brachte, wieder ihre Chance an den Aktiemärkten zu suchen.

Gestern dann konnte sich Silber von seinem überverkauften Niveau erholen – obwohl die Aktienmärkte fielen, der Dollar stärker wurde und der Ölpreis den zweiten Tag in Folge zurück ging. Natürlich kann man immer damit rechnen, dass der Silber- und auch der Goldpreis nach einem Einbruch einen Rebound zeigen, da dies fast regelmäßig Schnäppchenjäger auf den Plan ruft. Die fallenden Aktienmärkte haben zudem viele Investoren zurück in den sicheren Hafen der Edelmetalle geführt.

Und genau diese Volatilität ist eines der größten Probleme, für alle, die den Edelmetallmarkt verfolgen. Der Silber- genau wie der Goldmarkt bleibt abhängig von den Bewegungen anderer Märkte, den letzten Neuigkeiten zum Zustand der Weltwirtschaft und Gewinnmitnahmen.

Kurzfristig können Investoren damit rechnen, dass sich diese Volatilität fortsetzt. Langfristig allerdings werden Gold- und Silberpreis aller Wahrscheinlichkeit nach in einem starken Aufwärtstrend bleiben. Denn viele Marktbeobachter sehen noch Systemrisiken für das Finanzsystem. Die zahlreiche, bereits angekündigten Konjunkturprogramme könnten zwar helfen, die Weltwirtschaft zu stabilisieren, es scheint aber doch zweifelhaft, dass sie die Probleme des Finanzsystems lösen. Solange Banken und Finanzinstitutionen einander misstrauen und sich gegenseitig kein Kapital leihen, sieht es nich gut aus für den Finanzsektor.

So hat beispielsweise der Internationale Währungsfonds (IWF) erst vor Kurzem geschätzt, dass die so genannten „toxischen“ Papiere einen Wert von 4 Billionen Dollar haben – und hat damit die bisherige Schätzung glatt verdoppelt. Offensichtlich hat dies negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und so könnte sich die Krise weiter verschärfen.

Das heißt, das Finanzsystem ist immer noch geschwächt, was Edelmetallen, die als „Sicherer Hafen“ angesehen werden, stützen sollte. Hinzu kommt, dass weiterhin die Besorgnis besteht, dass die Maßnahmen der Regierungen weltweit zur Stützung der Wirtschaft in ein Inflationsszenario führen werden. Damit würden Währungen und andere „Papieranlagen“ an Wert verlieren, was wiederum die Preise für die harte Währung Edelmetalle treiben sollte.

Die Edelmetallexperten von GFMS haben vor Kurzem prognostiziert, dass genau diese Faktoren – Inflationssorgen, ein schwacher Dollar und die Anfälligkeit des Finanzsystems – den Goldpreis nach oben treiben werden. Und wer die Silbermärkte verfolgt, weiß, dass dieser Ausblick auch für den Silberpreis gilt. In einem Bullenmarkt performt Silber immer besser als Gold denn dieselben Faktoren treiben einen wesentlich kleineren Markt.

In einer aktuellen Schätzung geht so JP Morgan von einem durchschnittlichen Silberpreis von 13,90 Dollar pro Unze für 2009 aus, nachdem man zunächst mit 11 Dollar / Unze gerechnet hatte. Für 2010 erwartet die Bank dann einen Durchschnittspreis von 13,40 Dollar je Unze nach zuvor nur 11 Dollar.

Quelle: » Rohstoffe-Go,