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Gold repräsentiert nun eine Flucht zur Qualität

"Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand."
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Gold repräsentiert nun eine Flucht zur Qualität, die Banken werden verstaatlicht und das Finanzsystem geht den Berg runter. Der Wert von Gold hat sich nun vom Dollar abgetrennt und die Nachfrage hat sich von Goldschmuck (was normalerweise 80% ausmacht) ganz auf die Nachfrage als Investment und somit zur Werterhaltung verlagert.

Der US-Dollar ist nicht mehr der sichere Hafen, sondern es ist das Gold und dieses hat sich als Investment auch von den Industriemetallen und der Energie komplett abgetrennt.

Die Menschen werden zunehmend ängstlicher und sie sollten es auch sein.

Das Weltfinanzsystem ist am Ende und die Politiker tun so, als ob es sich nur um ein vorübergehendes Problem handeln würde, während langsam auch dem Dümmsten klar sein sollte, dass dieses nicht einfach passiert es wurde von der Elite eigentlich genau so geplant.
Siehe: » Geld regiert die Welt

Und natürlich hört das keiner gerne, aber die Depression hat begonnen und ist nun schon im zweiten Gang, genau wie der lange Bullenmarkt der Edelmetalle. Manche Staaten werden zukünftig in Chaos versinken und die sozialen Spannungen weltweit werden katastrophal werden.

Massive Injektionen an staatlichen Schulden sollen die gigantischen Firmen- und Privatschulden ersetzen.
Glaubt heute wirklich noch jemand, dass die mit dem Zeigefinger in den Computer getippten Nullen noch irgend etwas ändern können?

In den USA sind seit einem Jahr schon 12 bis 13 Billionen Dollar - (die Billionen vorne mit großem B) - ins System geschoben worden, ohne dass sich auch nur die kleinste Wirkung zeigt. Die 38 Jahre-Turbo-Verschuldung seit dem Aufgeben der Gold-Dollar-Bindung und die auf dieser Verschuldung basierenden Luftnummern wollen wieder bereinigt werden.

Es hat sich dadurch eine gigantische Short-Position in Cash aufgebaut und logischerweise eine genau so große Long-Position in Schulden. Wenn - um dieses zu bereinigen - eine noch größere Long-Position in Staatsschulden aufgebaut werden soll und wenn das das einzige Mittel der Politik ist, dann kann man daran genau sehen, wie erbärmlich deren gesunder Menschenverstand ist.

Zur Probe dessen könnte man als Beispiel anführen: "Wenn es möglich ist, durch gedrucktes Geld nachhaltig Wohlstand zu erzeugen, dann könnte unsere geschätzte Regierung doch jedem, sagen wir mal 10.000 Euro monatlich überweisen und wir könnten dann alle im Bett liegen bleiben."

Ja, das mit dem im Bett liegen bleiben, das wird für viele demnächst schon so kommen, da diese Genies von deutschen Ökonomen und Wirtschaftsweisen nichts besser wussten als ein Super-Exportmodell auf die Beinen zu stellen. Und zwar solch ein Exportmodell, das, das 38 Jahre nur einen wirklichen Nachfrager hatte: den sich immer weiter verschuldenden US-Konsumenten. Dass es den Konsumenten für ein deutsches Auto für 80.000 Euro in Wirklichkeit niemals gab, sondern dass er nur aus einer Verschuldungsillusion entstanden ist, fiel durch das ganze Zahlengewirr (= 3 Stellen hinter dem Koma) nicht auf.

Stattdessen gaben die Wirtschaftsweisen dann folgenden Mist zum Besten: "In ihrem in Berlin veröffentlichten Jahresgutachten sagten die fünf Wirtschaftsweisen für 2006 ein Wachstum des realen deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,4 Prozent in diesem und 1,8 Prozent im kommenden Jahr voraus. "Diese Verlangsamung ist aber maßgeblich der Erhöhung der Umsatzsteuer um drei Prozentpunkte zum 1. Januar 2007 zuzuschreiben und darf nicht als Indiz angesehen werden, dass die Konjunktur in diesem Jahr ihren Wendepunkt bereits überschritten hat," hoben die Gutachter hervor."

Die gleichen Raketenwissenschaftler, die 2007 noch nichts riechen konnten, wissen natürlich heute schon genau, dass es im nächsten Jahr schon wieder aufwärtsgeht. (Wir jedenfalls würden uns dafür aussprechen zukünftig Paris Hilton bei den Wirtschaftsweisen aufzunehmen, das würde das Niveau deutlich steigern.)

Aber vielleicht wissen diese Wirtschaftsweisen ja auch um so besser, wie man das Ding wieder geradebiegt, nämlich ungefähr so, als wenn man zu einem Alkoholabhängigen sagt, er solle doch mehr trinken, dann würde es wieder besser.

Jeder weis, dass wenn eine Privatperson oder eine Firma zu lange über ihre Verhältnisse lebt, der Bankrott sicher ist. Das gleiche gilt für Staaten und ganze Wirtschaftsmodelle.

Glaubte wirklich jemand, diese Schuldenorgie der letzten 40 Jahre wäre eine langfristige Wirtschaftsgrundlage? Glaubte wirklich jemand, man könne das für immer ohne irgendwelche Konsequenzen so fortführen?

Das Problem ist, dass es nur drei Arten von Ökonomen gibt: Die ersten sind die, die etwas wissen, aber keine Möglichkeit haben ihre Theorie zu erklären. Die zweiten sind die, die gar nichts wissen, aber jeden Tag in den Medien ihre Theorien verbreiten, die aber lediglich Unterhaltungswert haben. Und dann noch die dritten, die Agenten der Elite, die ganz genau wissen, was passiert, aber ihren Vorteil daraus ziehen die Bevölkerung im Ungewissen zu lassen.

Diese Umwandlung der Schulden von den Banken und Unternehmen in Staatsschulden ist jedenfalls nicht nur wirkungslos, sondern ist auch durch die eines Tages einsetzende Inflation der Realgüter und der Zurückzahlungsverpflichtungen der Staatsschulden durch die Völker nichts anders als Diebstahl. Es ist ein massiver Wohlstandstransfer zu den Bankern und den Konzernen der Elite.

Man könnte nun anführen, dass der neue US Präsident Obama für "Change"steht. Aber beim genauen Hinschauen besteht seine Administration genau aus den Leuten, die das Ganze erst ermöglichten. Da ist zum Beispiel Lawrence "Larry" H. Summers, der Direktor des nationalen Wirtschaftsrates von Obama. Er hatte als Schatzminister unter Clinton den Glass-Steagall Act von 1933, das Gesetz zur Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken, komplett aufgehoben. Irgendwie wurde beabsichtigt dem Finanzsystem schneller den Rest zu geben.

Obamas "Change" also Wandel oder Wechsel wird folglich - wie schon gehabt - hauptsächlich den zukünftigen Wechsel des Geldes von den Taschen der Bevölkerung in die Taschen der Elite bedeuten. Wie auch immer, jede Sache - und ist sie noch so schlecht - hat zumindest auch eine gute Seite und diese ist, dass Globalisierung und Outsourcing dieses nicht überleben werden.

2009 jedenfalls sollte der Beginn einer weltweiten Destabilisierung-Phase sein. Wir glauben aber, dass es erst 2010 und 2011 richtig zu rutschen anfängt.

Für die, die es nicht bemerkt haben: Dow Jones hat alle Aktien, die unter 10 Dollar lagen, aus dem Aktienkorb Dow "DJ IND" geworfen und sich somit dem Finanzsektor darin entledigt. Wäre das nicht passiert, hätte der Chart schon lange alle Stopps nach unten durchbrochen.

Das ist die Sachlage heute und es war eigentlich nicht schwer vorauszusagen, denn wir haben im Jahr 2005 schon geschrieben: "Wir werden es abwarten müssen, was passiert und es kann länger dauern, als man glaubt, aber wie Warren Buffet sagte: "If something cannot go on forever, it will stop."

Wir haben jedenfalls den Fall des Konsums in den USA genau so vorausgesagt wie das Platzen der Häuserblase in den angelsächsischen Ländern. Im März 2005 hatten wir unter "» Inflation oder Deflation" Folgendes geschrieben:

"Sollte dies geschehen, dann hätte es weitreichende Implikationen. Wenn man sich vor Augen führt, was in der Rezession von 2001 der Rückgang der Exporte in die USA um 79 Milliarden Dollar weltweit und speziell in den asiatischen Ländern mit den Wachstumsraten anstellte, dann kann einem bewusst werden, was passiert, wenn der US-Konsument wirklich anfängt zu bremsen. Der weltweite Exporthandel schrumpfte dadurch im Jahr 2001 im Wert um 4% und das bedeutete den größten Rückgang seit 1982. In Deutschland hatte dieses einen Einbruch der Wachstumsrate von 80% zur Folge. Im Jahr 2000: 3,0% Wachstum des BSP

Im Jahr 2001: 0,6% Wachstum des BSP
Dass dieses irgendwann passieren muss und wird, ist klar und auch, dass je länger es dauert, desto härter der Sturz sein wird, um das Gleichgewicht zu erhalten. Aber man kann sich darauf verlassen, dass Politiker (und speziell die FED hat das seit 20 Jahren bewiesen), dazu neigen, wenn sie vor der Wahl stehen, den harten Weg oder den einfacheren Weg einzuschlagen, nämlich den zu mehr Liquidität und damit zur Inflation, immer genau diesen wählen werden.

Deshalb ist ein Wertrückgang des Dollars wahrscheinlicher als drastische Zinserhöhungen. Dieses hat langfristig die gleichen Auswirkungen, nämlich weniger Konsum in den USA wegen den stark steigenden Ölpreisen und den Preisen der anderen Rohstoffe. Mit dem Preisanstieg verbunden ist auch ein Rückgang des Exports in die USA und daraus resultierend der Rückgang des Handels untereinander in den vom Export getriebenen Ländern.

Man kann nur hoffen, dass diese Ereignisse nicht zu bald kommen. Nimmt man dies alles zur Kenntnis, dann sieht man die Deflationsgefahren. Das bedeutet nicht zwangsläufig den Rückgang der Preise, aber eine Implosion der Schulden und zwar überall: in Kontinental-Asien, Deutschland, Japan und in all den anderen am Export hängenden Ökonomien. Dieses gekoppelt mit dem Phänomen des Öl-Peaks (fallende Versorgung bei steigendem Verbrauch und somit steigende Kosten) und der generellen Verschuldung lässt nicht allzu viel Zuversicht zu. Bezieht man dann noch ein, wie es mit der Binnenkonjunktur steht, und dass Deutschland das Exportland Nr. 1 in Europa und Baden-Württemberg das Exportland Nr. 1 in Deutschland ist, dann werden einem die Abhängigkeiten bewusst."

Im Dezember 2005 hatten wir unter "» Was passiert, wenn die Welt ins Gleichgewicht kommt?" Folgendes geschrieben: "Wie ernst ist die Lage? Niemand weiß, wie viel das System verkraftet, aber wir wissen, dass in Argentinien eine Zahlungsverpflichtung von 12.000 Dollar pro Familie eine Kapitalflucht bewirkte und dann als direkte Folge daraus die Zahlungsunfähigkeit resultierte."

Das außerordentliche Vertrauen in die Wirtschaftskraft der USA hat bislang Schlimmeres verhindert - aber wie lange wird dies noch andauern? Ein fallender Dollar allein kann das Defizit nicht umkehren. Denn trotz fallendem Dollar wurde das Defizit immer größer. Wie man dem unten gezeigten Chart entnehmen kann, besteht seit 1982 kein Zusammenhang zwischen einem schrumpfenden Defizit und dem Dollar.

Der obere Teil des Charts zeigt den handelsgewichteten Dollarkurs, der Untere das Handelsbilanzdefizit im Quartal und in Milliarden Dollar. Der Chart zeigt das vierteljährliche Defizit ab 1980. Es wurde zwischen 1988 und 1991 (im Bereich 1) zu einem kleinen Überschuss, der Dollar ging jedoch seitwärts. Das Defizit verdoppelte sich allerdings ab 2002 (im Bereich 2) von ca. 100 Milliarden zu Beginn des Jahres 2005 auf 200 Milliarden, obwohl der handelsgewichtete Dollar 20% verlor.

Auf dem unteren Teil des gezeigten Charts (von Economagic.com) kann man den leichten Rückgang des Defizits (mit einer 3 gekennzeichnet) ab Ende des Jahres 2000 bis Mitte 2002 erkennen. Es war ein Rückgang der Importe um 78 Milliarden oder um 6,3% zu verzeichnen. Dadurch schrumpfte der Welthandel um 4 Prozent, der schlimmste Rückgang seit 1982.

An der unten gezeigten Tabelle der IMF kann man zum Beispiel den Rückgang des Wachstums des Bruttosozialproduktes der drei größten Volkswirtschaften erkennen: in den USA einen Rückgang von 4,1% auf 1,2%

in Japan einen Rückgang von plus 2,2% auf minus 0,4%

in Deutschland einen Rückgang von plus 3% auf 0,6%, also ein Einbruch um 80%.

Kann sich jemand vorstellen, was passiert, wenn die nur auf Schulden gegründete Nachfrage der USA um ca. 700 Milliarden jährlich zurückgeführt wird?

Das war im Dezember 2005.

Und wie hoch ist das Handelsbilanzdefizit der USA heute? Immer noch bei circa 600 Milliarden. Also kann sich dann jeder (sofern er nicht zu lange studiert hat) an fünf Fingern abzählen, wo es lang geht.


© Matthias Lorch

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » Goldseiten.de