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Die Geschichte des Goldmarkts

Das wohl bedeutsamste und beliebteste aller Edelmetalle ist mit Sicherheit das Gold. Dem gelben Metall kommt eine enorme Bedeutung im Laufe der Menschheitsgeschichte zu. Seit Jahrtausenden stellt es das meistgenutzte Wertaufbewahrungsmittel der Menschen dar. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren die wichtigsten Währungen goldgedeckt und leiteten ihren Wert aus dem Wert dieses besonderen Metalls ab.

Auch heute noch ist der in den Medien am häufigsten genannte Rohstoffpreis der des Goldpreises, neben den Ölpreisen.

Die Geschichte des Goldmarkts

Gold ist im historischen Kontext für den Menschen schon immer ein Mittel zur Währungsdeckung gewesen. Zeitweise wurde es sogar als Währung selbst eingesetzt.

Die Geschichte des für den Menschen so wertvollen Metalls, setzt bereits sehr früh ein.

Schon 5.000 vor Christus wurde Gold als Tauschmittel eingesetzt.

Alte Schriften wie die der Griechen oder das Alte Testament, berichten vom Wert der Gegenstände aus Gold, wie dem Goldenen Vlies oder dem Goldenen Kalb.

Die ältesten mitteleuropäischen Funde an Gegenständen aus Gold datieren aus dem Jahr 2.000 vor Christus.

Etwa im Jahre 500 vor Christus wurde die erste Münze aus reinem Gold geprägt. Der spätere Untergang des Römischen Reichs ist wesentlich auf eine Inflation, hervorgerufen durch die Anreicherung der Münzen mit wertloseren Metallen zurückzuführen.

Im Mittelalter kam, etwa um das Jahr 1350 neben den Edelmetallmünzen, das Papiergeld auf.

Im Jahre 1871 wurde im Deutschen Reich die Goldmark zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Dieses System hielt sich bis zum Jahr 1918, konnte aber aufgrund der hohen Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg, die die Goldreserven des Deutschen Reiches empfindlich schwächten nicht weiter aufrecht erhalten werden. Durch die zwangsweise Umstellung auf die nicht-goldgedeckte Fiat-Währung kam es schließlich zur Hyperinflation der 20er Jahre.

In den USA war der Besitz von Gold, aufgrund seiner Bedeutung als Währungsreserve sogar zeitweilig verboten. Ab 1940 tauschte die FED US-Dollar gegen Gold nur noch für Zentralbanken ein. Von 1933 bis ins Jahr 1973 hinein war in den USA der Besitz von Gold nur in Form von Schmuck oder Münzen erlaubt.

Ab 1973 wurden dann die Wechselkurse aufgehoben und die Zentralbanken ermächtigt Gold auf dem freien Markt verkaufen zu dürfen. Die noch heute gültige Fiat-Währung, ohne Golddeckung war geboren. Seitdem ist in den USA der Besitz von Gold wieder erlaubt. In China dürfen Privatpersonen seit 2003 wieder Gold besitzen.

Gold ist eine erhebliche, langfristige Wertanlage, die natürlich vor allem in Krisenzeiten massiv an Bedeutung gewinnt. Seine historische Bedeutung, in Verbindung mit seiner geringen Angebotsmenge, macht den Kauf von Gold zur beliebtesten Absicherungsstrategie vor steigenden Inflationsraten, wenn Zinsen den Kaufkraftverlust einer Währung nicht mehr ausgleichen können. Dies ist in meinen Augen aber nur ein Aspekt der für Gold spricht, denn Gold ist eine weltweit anerkannte Tauschwährung" die immer und überall Wert hat und damit vor allem ein Mittel der Werterhaltung ist.


Das Angebot von physischem Gold auf dem Goldmarkt ist begrenzt

Die Zeit des großen Goldrauschs ist vorbei. Ob in Nordamerika, Australien oder Süd-Afrika. Gold kommt zwar als gediegenes Element in der Erdkruste vor, das heißt es muss nicht erst aufwendig aus Erzen gewonnen werden, doch inzwischen sind sichtbare Goldklumpen wie Nuggets oder Goldstaub eine Rarität geworden.

Heute ist es nicht mehr möglich Gold mit den einfachen Verfahren aus früherer Zeit zu sammeln. Denn das meiste Gold in den uns bekannten Vorkommen liegt in Form kleiner Partikelchen vor, die im umgebenden Gestein verteilt sind.

Der Abbau von Gold wird damit technisch immer aufwändiger und teurer.

Hinzu kommen weltweit steigende Kosten aufgrund hoher Energiekosten, sowie wachsende Lohn- und Transportkosten.

Obwohl die jährliche Förderung mit gegenwärtig etwa 2.444 Tonnen weltweit um ein wesentliches höher liegt als noch vor 200 Jahren, muss man sich fragen wie lange dies der Fall sein kann. Zumindest nur so lange wie ein entsprechend hoher Goldpreis auch den finanziell immer aufwändigeren Abbau rechnet, da die einfach abbaubaren Vorkommen aus früherer Zeit bereits ausgebeutet sind.

Die größten Fördernationen sind China, Süd-Afrika, die USA und Australien. Auch Indonesien, Russland, Peru und Kanada weisen hohe Vorkommen auf. Ebenfalls rücken früher in der Goldförderung eher unbedeutende Länder wie Kasachstan oder auch Malaysia verstärkt in den Fokus, mit durchaus nennenswerten noch abzubauenden Vorkommen.


Ein Würfel von 20 Meter Kantenlänge

Dies ist die gesamte Menge Gold die im Laufe der Menschheit abgebaut wurde. Oder anders ausgedrückt etwa 160.000 Tonnen Gold.

Von diesem lediglich 20x20 Meter Goldwürfel halten die Zentralbanken und andere Institutionen geschätzte 19%. Doch mit Sicherheit lässt sich dies nicht sagen, denn erstens verkaufen die Zentralbanken Gold am Markt und zweitens verleihen sie Gold um Leerverkäufe zu generieren.

Von diesen 19% halten die USA, gefolgt von Deutschland, dem IWF und Frankreich den höchsten Anteil.


Welche Teilnehmer des Goldmarktes physisches Gold nachfragen

Der größte prozentuale Anteil am weltweit vorhandenen Goldangebot entfällt wohl auf Schmuck.

Schätzungsweise 51% des weltweit vorhandenen physischen Golds wurde im Laufe der Zeit in Schmuck umgearbeitet.

Etwa 16% befinden sich in Form von Barren oder Münzen im Privatbesitz von Investoren.

12% sind in Kunstgegenständen verarbeitet.

Weltweit ist die Schmuckindustrie einer der größten Nachfrager nach physischem Gold. In den Staaten des Nahen Ostens und in Asien ist besonders reines Feingold sehr beliebt.

Geht man vom wachsenden Wohlstand besonders in den asiatischen Staaten, mit ihrem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum aus, so ist eine weiter steigende Nachfrage nach physischem Gold vorprogrammiert.

Ebenso wenn man die langsam wieder entdeckte Beliebtheit des Rohstoffs als Absicherungselement hinzu zieht. Noch vor 15-20 Jahren war es Gang und Gäbe ein Portfolio zu 5-10% mit einer Anlage in Gold abzusichern. In Zeiten steigender Inflationsraten und merklicher Rezessionsbedenken gewinnt Gold zunehmend seinen einstigen Stellenwert zurück.

Ein Blick lohnt sich auch auf die kommenden Möglichkeiten der asiatischen Zentralbanken. China beispielsweise hält gegenwärtig noch immer die höchsten Währungsreserven der Welt. Doch China möchte seine US-Dollar besser anlegen. Ein chinesischer Zentralbanker forderte bereits im vergangenen Jahr die Währungsreserven zu einem guten Teil für den Kauf von Goldreserven zu nutzen.

So long liebe Leser. So viel für heute einmal. ... am Montag geht es weiter mit den Gedanken über Gold. Morgen gibt"s an dieser Stelle dann wie gewohnt den Wochenrückblick. Bis morgen.


© Miriam Kraus
Quelle: Auszug aus dem Newsletters Rohstoff-Daily /Goldseiten.de